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Marradi

Unterkünfte in Marradi

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Marradi verbindet Kastanienkultur, Kunst und historische Architektur mit Wegen für aktive Tage. Für Sie ist der Ort besonders interessant, wenn eine Reise unterschiedliche Interessen zusammenbringen soll: Eine Dauerausstellung, historische Gebäude, regionale Spezialitäten, ein Wochenmarkt und Wege durch den Toskanisch-Emilianischen Apennin setzen jeweils eigene Schwerpunkte.

Kastanienkultur und besondere Sammlungen

Im Centro di Studio e Documentazione sul Castagno gibt es die Dauerausstellung „Il castagno e le sue risorse“. Das Zentrum bietet außerdem didaktische Wege für Schülerinnen und Schüler der Primar- und Sekundarstufe sowie für Studierende an Universitäten an; auch Amateure und Naturkundler werden einbezogen. Für organisierte Besuche mit spezialisierten Führern ist eine Reservierung erforderlich. Eine weitere kulturelle Adresse ist das Museo de Arte Contemporánea „Artisti per Dino Campana“. Seine Grundlage bilden 68 Werke. Das Centro Studi Campaniani wurde 1989 gegründet, um das Werk und die Dokumentation des Dichters Dino Campana zu bewahren und fortzuführen. Wer sich für Kunst und Literatur interessiert, findet in Marradi somit unterschiedliche Formen kultureller Auseinandersetzung, ohne dass sie auf dieselbe Sammlung oder Epoche beschränkt sind.

Historische Spuren im Ort

Das historische Zentrum von Marradi ist durch zahlreiche Adelspaläste geprägt. Der Palazzo Torriani wurde Ende des 16. Jahrhunderts im Auftrag der Familie Razzi errichtet. Die Familie Torriani übernahm den Besitz und schloss den Bau um 1650 ab. Im Inneren sind Dekorationen im Liberty-Stil von Galileo Chini aus den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts sowie ein Gemälde von Silvestro Lega erhalten. Auch die Chiesa di San Lorenzo erzählt von verschiedenen Bauphasen: Sie wurde im 18. Jahrhundert im neoklassizistischen Stil rekonstruiert, im Inneren sind Gemälde des Maestro di Marradi erhalten. Zum historischen Kulturangebot gehört außerdem das Teatro degli Animosi aus dem 18. Jahrhundert.

Kastanien, Lamone und Wege

Der Fluss Lamone durchquert Marradi. Auf der Route „Nei Castagneti“ sind jahrhundertealte, gut gepflegte Edelkastanienhaine sichtbar. Das Gebiet von Marradi eignet sich zum Trekking und Mountainbiken. Ein Weg durch den Toskanisch-Emilianischen Apennin beginnt in Marradi und endet bei der Eremo di Gamogna, einem alten Klosterkomplex. Damit stehen neben den kulturellen Zielen auch konkrete Möglichkeiten für Tage im Freien zur Verfügung. Die Kastanie prägt nicht nur die Landschaft, sondern auch die regionale Küche. Der Marrone del Mugello IGP wird geröstet oder gekocht verzehrt und für Zubereitungen wie Castagnaccio und Marron glacé verwendet.

Anreise und lokaler Rhythmus

Auf der Ferrovia Faentina erreicht der Zug Marradi etwa eine halbe Stunde nach der Abfahrt in Borgo San Lorenzo. Der Wochenmarkt in Marradi findet montagvormittags von 8 bis 13 Uhr statt. Diese beiden Angaben geben Ihrer Planung unterschiedliche Anker: Sie können die Anreise über die Bahnverbindung einordnen und zugleich einen festen Vormittag für den Markt vorsehen. Weitere Ortsseiten zu Lutirano und Popolano ergänzen die Orientierung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Florenz.

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