Londa: See, Wald und Wege entdecken
Unterkünfte in Londa
Londa zwischen See, Wald und Ortskultur
Londa verbindet Naturerlebnis und lokale Geschichte auf engem thematischem Raum. Der Ort liegt an der Grenze des Nationalparks Foreste Casentinesi, Monte Falterona e Campigna. Am Ufer des künstlichen Lago di Londa vermittelt das Besucherzentrum „L’Uomo e il Paesaggio“ einen besonderen Zugang zur Landschaft: Es thematisiert das Verhältnis zwischen der natürlichen Umgebung und den Veränderungen des Gebiets durch menschliche Eingriffe im Lauf der Jahrhunderte.
Ein See als Ausgangspunkt für Naturthemen
Das Besucherzentrum ist nicht nur ein Ort für eine kurze Einführung. Zur Ausstattung gehören eine für Bildungszwecke eingerichtete Laborecke, ein Computer mit Internetanschluss, eine Bibliothek und ein binokulares Mikroskop. Damit stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, sich mit Landschaft und Natur auseinanderzusetzen. Der Lago di Londa gilt außerdem als Anlaufpunkt für die Fischerei und ergänzt die naturkundliche Perspektive des Besucherzentrums um einen weiteren lokalen Bezug.
Wanderwege und die Foresta di Rincine
Für aktive Tage bietet Londa mehrere klar unterscheidbare Wegerlebnisse. Der Sentiero per Londa ist eine 12 Kilometer lange Rundwanderung. In der Foresta di Rincine stehen dagegen 26 Kilometer Wander- und Lehrpfade zur Verfügung, auf denen sich die Umgebung erkunden lässt. Die Foresta di Rincine ist ein Modellwald und gehört zu einem internationalen Netzwerk mit mehr als sechzig Modellwäldern weltweit. Wer eine einzelne Rundwanderung sucht, findet damit eine andere Größenordnung vor als bei einem Waldgebiet mit einem verzweigten Netz aus Wander- und Lehrpfaden.
Rocca, Piazza und etruskische Spuren
Auch die Kultur lässt sich in Londa über verschiedene Themen entdecken, ohne dass daraus ein einheitlicher historischer Komplex gemacht werden muss. Der Londa-Weg umfasst die Rocca dei Conti Guidi. Die Piazza Umberto I ist ein natürliches Amphitheater und wird häufig für Veranstaltungen und Aufführungen genutzt. Im kleinen Ortsteil La Lastra befinden sich außerdem Felsgravuren etruskischen Ursprungs. Diese drei Orte stehen jeweils für einen anderen Zugang: mittelalterliche Geschichte, öffentlicher Veranstaltungsraum und archäologische Spuren.
Festa di Settembre und Pesca Regina
Ein eigener Akzent liegt auf der lokalen Festtradition. Die Festa di Settembre ist mit dem zweiten Septemberwochenende verbunden; ihre Einführung geht auf die 1960er-Jahre zurück. Den Höhepunkt bildet die Verleihung der Pesca d’Argento. Ausgezeichnet wird der Erzeuger, der die beste Kiste der späten, für dieses Gebiet typischen Pfirsichsorte Pesca Regina eingereicht hat. Die Festbeschreibung verbindet damit einen konkreten landwirtschaftlichen Erzeuger, eine regionale Sorte und einen festlichen Wettbewerb.
Anreise nach Londa
Für die Anreise gibt es eine Verbindung ab Florenz mit dem Überlandbus. Alternativ können Sie mit dem Zug bis Contea-Londa fahren und anschließend den Bus nehmen.
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