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Massarella: Geschichte, Landschaft und gelebte Tradition

Unterkünfte in Massarella

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Massarella verbindet eine lange kirchliche Geschichte mit der Landschaft der Cerbaie und dem Feuchtgebiet Padule. Für Sie entsteht dadurch ein Reiseziel, in dem historische Zeugnisse, religiöse Bräuche, Sumpflandschaft und regionale Küche eng nebeneinanderstehen.

Kirche, Kunst und Erinnerung

Die Pieve di Santa Maria in Massarella ist bereits seit 998 in einer Urkunde Kaiser Ottos III. belegt. Die heutige Pieve di Santa Maria wurde 1639 durch die Erweiterung der ursprünglichen, aus vorromanischer Zeit stammenden Pieve errichtet. In der Chiesa di S. Maria a Massarella befindet sich außerdem ein Freskenzyklus von Romano Stefanelli. Er umfasst die Kreuzigung von 1983, die Geburt Christi von 1996 und die Auferstehung von 1998. Zur Geschichte des Ortes gehören auch sichtbare Erinnerungsorte. An der Außenwand der Pieve di Santa Maria ist eine Gedenktafel für sechs Zivilisten und einen Carabiniere aus Massarella angebracht. Der Parco della Rimembranza ist ein weitläufiger Garten mit zwei rechteckigen Eisenplatten, auf denen sieben Namen verzeichnet sind. Entlang eines Weges stehen herzförmige Metallstrukturen mit den Namen der Verstorbenen; den Abschluss bildet eine Marmorgedenktafel mit einer Widmung.

Cerbaie, Padule und lokale Besonderheiten

Massarella liegt zwischen den Cerbaie, niedrigen Hügeln, die das Padule überragen. Das wichtige Feuchtgebiet ist mit seltenen Pflanzen- und Blumenarten sowie wandernden Wasservögeln verbunden. Eine weitere Besonderheit des Ortes sind die weiterhin ausgeübten Tätigkeiten rund um das Sammeln von Sumpfgräsern. Diese werden von Massarella aus in ganz Italien zur Verwendung für handwerkliche Arbeiten versandt. Die traditionellen Marginine ergänzen das Ortsbild. Dabei handelt es sich um kleine Tabernakel mit sakralen Bildern und Skulpturen, die stets mit frischen Blumen geschmückt werden. Auch die Quantore-Riten zur Anbetung des Allerheiligsten Sakraments werden in Massarella weiterhin beachtet und gefeiert.

Prozessionen, Boote und toskanische Küche

Die Schutzpatronin Madonna der Pieve di Santa Maria in Massarella wird jedes Jahr am 8. September mit einer feierlichen Prozession durch die Straßen von Massarella gefeiert. Der Palio dei Barchini ist ein Wettbewerb mit typischen Booten aus den Sumpfgebieten. Er wird am Vorabend durch eine feierliche Prozession der Madonna in Barca eröffnet. Seit einigen Jahren wird der Frauenwettbewerb des Palio auf einer kürzeren Strecke ohne Kurven ausgetragen. Auch die Küche gehört zur lokalen Tradition. Das erste Sagra della Zuppa fand 1971 statt. Die dort angebotene Zuppa mit Brot ist ein typisches toskanisches Gericht aus einfachen und gesunden Zutaten aus der Region: frisches Gemüse, Kohl, Bohnen, gutes Olivenöl, Salz, Pfeffer und altbackenes Brot. Für sportlich Interessierte organisiert die Polisportiva Massarella seit vierzig Jahren das Radrennen Gran Premio Andrea Caciagli.

Anreise nach Massarella

Mit dem Auto erreichen Sie Massarella über die Autobahn A11 Firenze–Pisa mit der Ausfahrt Chiesina Uzzanese oder über die Schnellstraße FI-PI-LI mit der Ausfahrt San Miniato. Anschließend folgen Sie den Wegweisern nach Fucecchio und danach nach Massarella. Als nähere Bahnhöfe werden San Miniato Basso und Empoli genannt; beide bieten einen Taxidienst, während San Miniato außerdem Shuttlebusse zwischen dem Bahnhof und Fucecchio hat. Weitere Orte im selben Bereich sind Bassa, Incisa In Val D'arno, Tavarnelle Val Di Pesa, Figline Valdarno, Montefioralle, Marradi, Il Castagno D'Andrea und Montespertoli.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Florenz.

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