Cortona – etruskische Geschichte, Kirchen und Kultur in der Toskana
Unterkünfte in Cortona
Cortona zwischen etruskischer Geschichte und toskanischer Kultur
Cortona bietet eine Vielfalt an Zeugnissen verschiedener Epochen, religiösen Orten, Museen und kulturellen Veranstaltungen. Ein guter Ausgangspunkt für das Verständnis des Ortes ist das archäologische Gebiet von Sodo im Ortsteil Sodo am Fuß von Cortona. Dort umfasst das Gebiet den etruskischen archaischen Tumulus I des Sodo. Die etruskische Vergangenheit bleibt jedoch nicht auf diesen Fundort beschränkt, sondern begegnet Ihnen auch in den Bauwerken und Sammlungen der Stadt.
Festung, Paläste und Museen
Die Fortezza del Girifalco erhebt sich beherrschend über dem Hügel von Cortona. Sie wurde 1561 vom Architekten Serbelloni im Auftrag des Großherzogs Cosimo I. de’ Medici erbaut. Heute wird die historische Festung als Veranstaltungsort für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst genutzt. So verbindet dieser Ort seine militärische Vergangenheit mit einem aktuellen kulturellen Rahmen, ohne dass seine historische Prägung verloren geht.
Eine andere Facette der Stadtgeschichte zeigt der Palazzo Casali. Die Herrschaft der Casali ließ ihn im 13. Jahrhundert erbauen; während der Herrschaft Cortonas von 1325 bis 1409 diente er als offizielle Residenz der Familie. In den beiden unterirdischen Geschossen, die früher als Gefängnisse dienten, befindet sich heute das Museo della Città Etrusca e Romana di Cortona. Der Palazzo führt damit von der mittelalterlichen Herrschaftsgeschichte direkt zu den etruskischen und römischen Themen der Stadt.
Das Diözesanmuseum von Cortona ist im Complesso del Gesù untergebracht, der zwischen 1498 und 1505 errichtet wurde. Zu seiner Sammlung gehören Gemälde auf Holztafeln und Leinwand sowie die „Verkündigung“ von Beato Angelico. Wer Kunst nicht losgelöst vom historischen Bau betrachten möchte, findet hier beides in einem gemeinsamen Rahmen.
Kirchen und religiöse Orte
Die Concattedrale di Santa Maria Assunta steht auf den Überresten etruskischer und mittelalterlicher Mauern. An ihrer Fassade sind außerdem Ruinen der antiken Pieve di Santa Maria sichtbar. Der Glockenturm stammt aus dem Jahr 1566 und ist ein Werk des aus Cortona stammenden Architekten Francesco Laparelli. Die Basilika Santa Margherita liegt am Rand der historischen Altstadt von Cortona in erhöhter Lage. In einer Urne über dem Hochaltar bewahrt ein getriebener Silberrahmen den Leichnam der heiligen Margareta auf. Ihr liturgischer Gedenktag am 22. Februar gilt als großer Festtag für Cortona und das gesamte Bistum.
Auch das Franziskanische Eremitorium „Le Celle“ besitzt eine besondere religiöse Bedeutung. Es gilt als eines der ersten franziskanischen Eremitorien und als bedeutender Wallfahrtsort für die Anhänger des heiligen Franziskus. Zugleich zählt es zu den ersten franziskanischen Niederlassungen, die Franz von Assisi auswählte und wünschte.
Route, Ausblicke und kulturelle Termine
Auf der Route Cortona–Alta Sant’Egidio–Eremo delle Celle eröffnen sich an einigen Stellen Ausblicke auf Cortona und das Val di Chiana. Damit ergänzt eine landschaftliche Perspektive die Besichtigung von Museen, Kirchen und historischen Bauwerken. Seit 2000 organisiert die Associazione Organi Storici Cortona jedes Jahr eine Konzertreihe mit Orgelwerken sowie mit Orgel und anderen Instrumenten. Der Veranstaltungsschwerpunkt bringt Musik als weiteren Bestandteil des Cortoneser Kulturlebens hinzu.
Für die Anreise bestehen mehrere öffentliche Verbindungen: Von den Bahnhöfen Terontola oder Camucia Cortona ist Cortona mit dem Taxi oder mit Bussen von Tiemme beziehungsweise Autolinee Toscane erreichbar. Auch von den Bahnhöfen Arezzo und Castiglion Fiorentino bestehen Busverbindungen nach Cortona. Diese unterschiedlichen Ankunftsmöglichkeiten können Sie bei der Wahl Ihrer Unterkunft und bei der Zusammenstellung Ihrer kulturellen Tage berücksichtigen, ohne die einzelnen Sehenswürdigkeiten zu einem einzigen Rundweg zusammenzufassen.
Weitere Auswahl für Ihre Suche
Wenn Sie Ihre Suche über Cortona hinaus ausweiten möchten, finden Sie außerdem Chianacce, Camucia, Pergo Di Cortona, Terontola, Pietraia, Barullo-Centoia, Campaccio, Mercatale, Montanare, Monsigliolo, Fratticciola, Riccio, Cegliolo, Ossaia, Sant'agata, Col Di Morro und Torreone.
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