Crasciana entdecken

Crasciana verbindet eine klar erkennbare Ortsgeschichte mit Kirchen, Festtraditionen und Wegen in einer vom Apennin eingerahmten Landschaft. Für Sie entsteht dadurch ein Reiseziel, das sich nicht nur über ein einzelnes Bauwerk erschließt: Das fächerförmige Ortsbild, die Spuren der früheren Befestigung, die sakralen Gebäude und das Wegenetz erzählen jeweils einen eigenen Teil der Geschichte.

Kirchen und historische Ortsmitte

Das heutige Oratorio di San Frediano al Santo alla Villa war die alte Pfarrkirche von Crasciana. Im Schätzverzeichnis der Kirchen von Lucca von 1260 wird es als einziges Gotteshaus von Crasciana geführt. Die Kirche Santo alla Villa besitzt eine unverputzte, aus sichtbarem Stein errichtete Giebelfassade. Ein steingerahmtes Portal und eine Lünette aus Sandsteinquadern setzen an der Front markante Akzente. Im Inneren weist die Kirche einen längsgerichteten Grundriss mit drei Schiffen und einer halbrunden Apsis auf.

Ein zweiter wichtiger Bezugspunkt ist die Pfarrkirche S. Iacopo e S. Frediano im höchsten Teil von Crasciana. Sie ist erstmals im Schätzverzeichnis der Diözese Lucca von 1387 belegt. Am höchsten Punkt von Crasciana steht ein Glockenturm aus dem 17. Jahrhundert mit guelfischen Zinnen. Die Pfarrkirche wurde 1748 um ein drittes Schiff und eine flach abschließende Apsis erweitert. Damit lassen sich an den beiden Kirchen unterschiedliche bauliche Merkmale und historische Zeitstufen ablesen.

Ortsbild, Burgspuren und Feste

Crasciana weist eine fächerförmige städtebauliche Struktur auf. Die Kirche Santo alla Villa liegt 500 Meter südlich von Crasciana in einer abgeschiedenen Lage und bildet damit einen eigenen historischen Bezugspunkt außerhalb des eigentlichen Ortsbildes. Um das Dorf und seine Ländereien zu verteidigen, wurde in Crasciana um das 10. Jahrhundert eine Burg errichtet. Neben der Kirche ist ein Tor der früheren Befestigung erhalten; an seiner rechten Seite befinden sich zwei Schießscharten.

Auch die lokalen Traditionen geben dem Ort ein eigenes Profil. Das Titularfest von Crasciana wird jedes Jahr am 25. Juli gefeiert; am Vorabend findet eine Luminara statt. Die Festa della Madonna della Consolazione ist als dreitägige Feier im Dreijahresrhythmus überliefert; gefeiert wurde sie vom 22. bis 24. August. Wenn Sie Ihre Reise an regionalen Festen und historisch gewachsenen Ortsereignissen ausrichten möchten, sind diese unterschiedlichen Formen der Feier besonders wichtige Anhaltspunkte.

Wege und Landschaft

Für die Verbindung von Ortsgeschichte und Landschaft steht der CAI-Weg Nr. 250. Er verläuft auf der Straße in Richtung Casabasciana und Crasciana einige hundert Meter weiter, bevor er durch einen Buchenwald aufsteigt. Diese Beschreibung macht den Weg zugleich als historischen und landschaftlichen Bezugspunkt interessant, ohne die einzelnen Kirchen und Befestigungsspuren miteinander gleichzusetzen.

Das Panorama von Crasciana wird von der Kette des Apennins eingerahmt. Entlang eines Wegenetzes treffen in der Umgebung Natur, Geschichte und lokale Traditionen zusammen. So können Sie bei der Beschäftigung mit Crasciana zwischen architektonischen Details, überlieferten Festen, erhaltenen Befestigungselementen und einer Landschaft mit Waldwegen und Bergpanorama unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Weitere Orte für Ihre Auswahl

Für den weiteren Vergleich stehen Ihnen außerdem Benabbio, Pieve Di Monti Di Villa, Montefegatesi, Casabasciana, Lucchio, Scesta, Longoio-Mobbiano und Lugliano zur Verfügung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bagni Di Lucca.

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