Casabasciana – Kirchen, Oratorien und religiöse Geschichte
Casabasciana zwischen Pieve, Oratorien und alten Überlieferungen
Casabasciana zeigt seinen Charakter vor allem durch religiöse Bauwerke, Kunstwerke und Feste, deren Geschichte eng mit dem Ort verbunden ist. Die romanische Pieve, die Oratorien am oberen Ende des Ortes, die Verehrung des heiligen Primo und historische Spuren bis ins Mittelalter prägen das Ortsbild.
Die Pieve der Heiligen Quirico und Giulitta
Die romanische Pieve der Heiligen Quirico und Giulitta in Casabasciana besitzt drei Schiffe und acht Säulen mit Kapitellen, die symbolische Motive tragen. Zur Ausstattung gehört eine Orgel von Evaristo Santarlasci aus dem Jahr 1890. Das Altarbild mit der Darstellung des Martyriums der Heiligen Quirico und Giulitta wird Giovan Domenico Lombardi, genannt „l’omino“, zugeschrieben. Unter dem Hauptaltar werden die sterblichen Überreste des heiligen Primo aufbewahrt.
Auch die Geschichte des Ortes ist mit dieser alten Pieve verbunden. Sie wurde an einer antiken Straße gegründet, die über Battifolle das Val di Lima mit dem Valdinievole verband. Eine Befestigung in Casabasciana könnte bereits im Jahr 1165 bestanden haben.
Oratorien und religiöse Kunst
Am oberen Ende von Casabasciana steht das Oratorio del Murrotto. Dort wird seit mehr als 300 Jahren ein Bild der Madonna del Murrotto verehrt. Ebenfalls am oberen Ende des Ortes befindet sich das Oratorio dell’Assunta, das 1691 von den Einheimischen Sebastiano Laurenzi und Giovanni Marraccini errichtet wurde. Beide Orte ergänzen das Bild Casabascianas um eigenständige religiöse Zeugnisse und machen deutlich, dass die Ortsgeschichte nicht nur in einem einzelnen Kirchengebäude sichtbar wird.
Die Pieve Vecchia liegt südwestlich der Ortschaft und ist ein eher abgelegenes religiöses Gebäude. In der näheren Umgebung von Casabasciana steht jenseits von Corona außerdem die antike Kirche San Michele in Matriceto aus dem 13. Jahrhundert. Die romanische Pieve, das Oratorio dell’Assunta von 1691 und San Michele in Matriceto aus dem 13. Jahrhundert gehören damit zu unterschiedlichen historischen Epochen.
Feste mit besonderem Ortsbezug
Die Verehrung des heiligen Primo gehört auch zur Festgeschichte Casabascianas. Seine Reliquien trafen am Pfingsttag 1833 in Casabasciana ein. Alle fünf Jahre, am zweiten Sonntag im August, feiert Casabasciana San Primo mit festlicher Beleuchtung des Ortes und einem Feuerwerk am Tagesende.
Am 15. August wird in Casabasciana das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel zu Ehren der Madonna del Murrotto mit einer Messe und einem Rosenkranzgebet gefeiert. Am 16. August findet auf der Piazza Cavour in Casabasciana ein Abendessen mit Musik statt. Damit verbinden sich im August religiöse Feier und gemeinschaftliches Beisammensein an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.
Casabasciana ist von der Staatsstraße del Brennero aus über die Abzweigung bei Fabbriche di Casabasciana erreichbar.
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