Casino di Terra
Casino di Terra ist ein Ziel für Reisende, die die Toskana nicht nur über bekannte Kunststädte, sondern über Ortsgeschichte, Landschaft und regionale Esskultur erschließen möchten. Prägend sind die Entwicklung entlang der S.S. 68, die Geschichte der Pastafabrik Mocajo und die erhaltenen Spuren einer früheren Braunkohlenbahn. Dadurch treffen hier Verkehrsgeschichte, lokale Vereinskultur, Naturraum und Gastronomie aufeinander.
Ein Ort an der S.S. 68
Casino di Terra entwickelte sich entlang der S.S. 68, jener Straße, die Cecina und Volterra durch das Tal des Flusses Cecina verbindet. Diese Verbindung gehört zum grundlegenden Verständnis des Ortes: Casino di Terra steht nicht isoliert für sich, sondern ist mit einer wichtigen Strecke durch das Cecina-Tal verbunden. Wer seine Reise durch die Toskana mit unterschiedlichen Landschafts- und Kulturthemen verbinden möchte, findet hier einen konkreten Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit dem Val di Cecina.Mocajo, Vereinskultur und lokale Geschichte
Die Pastafabrik Mocajo wurde 1950 in Casino di Terra angesiedelt und 1964 wegen fehlender finanzieller Mittel geschlossen. Ihre Geschichte ist auch mit dem Ristorante Mocajo verbunden: Die Familiengeschichte des Restaurants beginnt 1963, als Lia und Adelmo die frühere Kantine der historischen und bedeutenden Pastafabrik in Loc. Casino di Terra übernahmen. Zur jüngeren Ortsgeschichte gehört außerdem das Festkomitee von Casino di Terra, das 1999 gegründet wurde, um den Ort weiterzuentwickeln. Zu den wichtigsten historischen Aktivitäten des Komitees gehörten Sommerfeste auf dem Platz hinter dem ehemaligen ENDAS-Klub in Casino di Terra. Diese Feste sind als frühere Aktivitäten des Komitees einzuordnen und beschreiben damit einen Teil der lokalen Veranstaltungsgeschichte, nicht automatisch ein heutiges Programm. Auch die kulinarische Seite des Ortes ist dokumentiert. Bei der Verkaufsstelle von Terre dell’Etruria wurde in Casino di Terra eine „Bottega dei Sapori“ eröffnet. Dazu kommt die Geschichte des Val di Cecina Eco Festival, das sich aus einem Agrarmarkt lokaler Biobetriebe zu einem Festival mit Musik, Spielen, Konferenzen, Workshops, Kunsthandwerk und ganzheitlich arbeitenden Anbietern entwickelte.Spuren der Braunkohlenbahn im Naturschutzgebiet
Eine etwa 17 Kilometer lange normalspurige Eisenbahn verband den Bahnhof Casino di Terra mit einer Braunkohlengrube bei Monterufoli in der Ortschaft Villetta. Sie war von 1872 bis 1928 in Betrieb. Auf den ersten fünf Kilometern der Strecke standen drei große Eisenbahnbrücken; ihre eindrucksvollen Ruinen sind bis heute erhalten. Die ehemalige Eisenbahn verlief entlang des Torrente Ritasso durch einen unwegsamen Landschaftsraum mit Felseinschnitten, Dämmen und gemauerten Brücken. Die erhaltenen Reste der privaten Braunkohlenbahn zwischen Villetta und Casino di Terra liegen im Naturschutzgebiet Monterufoli-Caselli, ebenfalls entlang des Torrente Ritasso. Dort prägen eine wild geprägte Landschaft sowie eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt das Umfeld. Für Besucher, die Ortsgeschichte und Landschaft gemeinsam betrachten möchten, liegt hier ein besonders konkreter thematischer Schwerpunkt; gesicherte Angaben zu einer heutigen Nutzung der ehemaligen Strecke liegen damit jedoch nicht vor. Im Gebiet von Casino di Terra wurde außerdem ein antikes etruskisches Grab entdeckt, das aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. stammt. Zusammen mit der Industriegeschichte von Mocajo und der Eisenbahn erweitert dieser Fund den Blick auf die lange Geschichte des Ortes. Für die weitere Suche nach Zielen können Sie auch Morrona, Vecchiano, Orentano, Casciana Terme, Pisa, Miemo, Calci und Santa Croce Sull'arno entdecken.Unterkünfte in Casino di Terra vergleichen
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