Vecchiano
Vecchiano zwischen Fluss, Küste und Kulturerbe
Vecchiano verbindet eine Siedlung am rechten Ufer des Serchio mit einer Landschaft, in der sich sanfte Hügel, Wasserläufe und das Meer begegnen. Die Siedlung erstreckt sich in Richtung Flussmündung. Zum Gemeindegebiet gehört außerdem ein bedeutender Teil des Parco di Migliarino, San Rossore e Massaciuccoli. Auch die Küste besitzt einen klaren eigenen Charakter: Landseitig wird sie von der Macchia di Migliarino geschützt und weist ein geschütztes Dünenökosystem auf. Damit treffen in Vecchiano Flusslandschaft, Küste und Naturraum auf eine bemerkenswerte Dichte an Kulturgeschichte.Kirchen und Geschichte in Nodica und Vecchiano
In Nodica reicht die erste urkundliche Erwähnung bis in das Jahr 1047 zurück. Die Chiesa dei Santi Simone e Giuda wird erstmals im Zehntbuch von 1296 überliefert. Ihr mittelalterlicher Glockenturm wurde 1319 errichtet. Das heutige Kirchengebäude entstand nach schweren Erdbebenschäden im 19. Jahrhundert über einer mittelalterlichen Kirche neu. Im Inneren erwartet Sie ein einschiffiger Raum mit halbrunder Apsis. Die Baugeschichte lässt sich hier deshalb nicht auf eine einzige Epoche reduzieren: Mittelalterliche Ursprünge, der Glockenturm und der spätere Wiederaufbau gehören zu verschiedenen Schichten desselben Ortes. Ein weiterer markanter Bezugspunkt ist die Pieve di Sant’Alessandro, eine romanische Kirche aus dem Jahr 1104. Santa Maria in Castello liegt unmittelbar außerhalb von Vecchiano an einem erhöhten Punkt mit Blick über die darunterliegende Ebene. Der Ort war früher Teil der Burg von Vecchiano, deren dokumentierte Ursprünge bis in das Jahr 1120 zurückreichen. Santa Maria in Castello ist ein ursprünglich befestigter Komplex auf einem Felsvorsprung oberhalb von Vecchiano. Die Kirche wurde 1120 aus einer früheren kleinen Kapelle und dem Burgturm errichtet. An ihrer linken Wand sind Reste von Fresken aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert sichtbar. Für Ihren Besuch entsteht so ein Wechsel zwischen romanischer Architektur, befestigter Vergangenheit und späteren künstlerischen Spuren.Flussmündung, Dünen und Olivenkultur
Zur Landschaft des Gemeindegebiets gehört auch die Penisola dei Gabbiani neben der Mündung des Serchio. Ihre Form verändert sich durch die Flussströmung sowie durch Stürme und Sturmfluten. Diese fortwährende Veränderung setzt einen deutlichen Kontrast zu den dauerhaft überlieferten Kirchen und historischen Bauwerken von Vecchiano. Wer neben Kultur auch die landschaftliche Eigenart der Umgebung betrachtet, findet hier keinen einheitlichen Naturtyp, sondern das Zusammenspiel von Fluss, Mündung, Dünen, Macchia und Meer. Auch die regionale Genusskultur ist mit der Umgebung verbunden. Die Strada dell’Olio dei Monti Pisani führt durch Vecchiano, eine von fünf Gemeinden entlang dieser Route, und kann von hier aus erkundet werden. Sie verbindet künstlerische und natürliche Sehenswürdigkeiten mit Verkostungen von nativem Olivenöl extra und anderen typischen lokalen Produkten. Damit ergänzt die Olivenroute die historischen Kirchen und die geschützten Landschaftsräume um eine kulinarische Perspektive. Zur weiteren Orientierung innerhalb der direkten Auswahl gehören Avane (Avane), Migliarino (Migliarino) und Filettole (Filettole).Unterkünfte in Vecchiano vergleichen
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