Culla: Wanderweg 107, Oliventerrassen und Ortsgeschichte

Culla zwischen Oliventerrassen, Wanderweg 107 und Erinnerungskultur

Culla verbindet eine von Olivenhainen beziehungsweise Oliventerrassen geprägte Umgebung mit einem klar beschriebenen Wanderweg und einer vielschichtigen Ortsgeschichte. Die Gegend bietet Ausblicke auf die Ebene von Camaiore, den Lago di Massaciuccoli und die Küste. Sie können Landschaft und Ortsgeschichte daher getrennt betrachten: als Wandergebiet mit festgelegtem Verlauf und als Ort mit Kirchen, Denkmälern und Erinnerungszeichen.

Wandern zwischen La Culla und Monte Gabberi

Der Wanderweg 107 verbindet La Culla mit der Foce di San Rocchino und führt über den aussichtsreichen Gipfel des Monte Gabberi. Sein detaillierter Verlauf beginnt in La Culla, führt über Case ai Lecci auf den Monte Gabberi und anschließend nach San Rocchino. Die genannten Höhen liegen bei 470 Metern für La Culla, 605 Metern für Case ai Lecci, 1108 Metern für den Monte Gabberi und 801 Metern für San Rocchino. Damit ist nicht nur das Ziel, sondern auch die Abfolge der Landschaftspunkte klar benannt. Für die Orientierung rund um Culla ist außerdem die Bergstraße nach Sant’Anna di Stazzema relevant. Sie ist 10 Kilometer lang und steigt von der Ebene der Versilia über Monteggiori und La Culla an. Culla ist mit dem Auto und zu Fuß erreichbar. Die Gegend verbindet damit eine beschriebene Straßenroute mit einer eigenständigen Möglichkeit, den Ort zu Fuß zu erreichen, ohne dass daraus eine bestimmte Gehzeit oder ein bestimmter Schwierigkeitsgrad abgeleitet werden kann.

Kirchen, Denkmäler und historische Spuren

In Culla steht die Kirche S. Antonio da Padova e SS. Angeli Custodi. In ihrer Nähe wurde ein Medici-Grenzstein gefunden, der die Grenze des Kapitanats Pietrasanta markierte. Neben der Kirche steht außerdem ein 1981 geschaffenes Bronzedenkmal von Alfredo Belluomini. Es zeigt einen mit Helm und Gewehr ausgestatteten Mann; auf dem Steinsockel stehen die Namen der Kriegsopfer. Eine weitere Bronzeskulptur von Romano Cosci in der Nähe der Kirche stellt Don Giuseppe Vangelisti dar. Auch außerhalb des unmittelbaren Kirchenumfelds begegnen Ihnen Erinnerungszeichen. Auf dem Weg nach Sant’Anna steht seit 1996 ein Holzkreuz zum Gedenken an Don Giuseppe Vangelisti. Von Culla aus brachen Freiwillige auf, um den Opfern des Massakers von Sant’Anna vom 12. August 1944 ein würdiges Begräbnis zu geben. Im Gemeindegebiet von Camaiore gehört La Culla zu den historischen ländlichen Siedlungskernen.

Ortsgeschichte und überlieferte Traditionen

Die Ursprünge von Culla werden auf das 16. Jahrhundert zurückgeführt. Die ersten Einwohner waren Arbeiter in den örtlichen Eisenminen von Monte Arsiccio und Argentera. Im 17. Jahrhundert war Culla zwischen dem Staat Florenz und der Republik Lucca geteilt. Diese politische Vergangenheit wird durch den gefundenen Grenzstein besonders anschaulich. Als Tradition ist außerdem die Festa della Madonna überliefert. Sie wurde als dreijährliche Veranstaltung am ersten Sonntag im Mai beschrieben; als nächste Ausgabe war 2020 vorgesehen. Diese Angabe gehört zur überlieferten Festgeschichte und nennt keinen aktuellen Veranstaltungstermin. Für weitere Ziele können Sie auch Retignano, Terrinca, Palagnana, Farnocchia und Levigliani ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Stazzema.

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