Sillano zwischen Kirchen, Passgeschichte und Natur
Wer Sillano als Reiseziel auswählt, findet einen Ort, dessen Besonderheiten vor allem aus zwei Richtungen verständlich werden: aus seiner historischen Rolle als Verbindung über die Berge und aus den Kultur- und Naturthemen, die den Ort und sein Umfeld prägen. Sie können den Aufenthalt stärker auf Kirchen und überlieferte Ortsgeschichte ausrichten oder den Schwerpunkt auf geschützte Landschaften und den Lago di Vicaglia legen.
Sillano und seine historische Wegfunktion
Im Mittelalter war das Dorf Sillano eine strategische Verkehrsverbindung. Lange Zeit war Sillano einer der wenigen Pässe, die Mittelitalien mit Norditalien verbanden. Diese Vergangenheit gibt dem Ort eine historische Dimension, die über einzelne Bauwerke hinausweist: Sillano steht auch für eine Verbindung zwischen unterschiedlichen Teilen Italiens. Wenn Sie sich für Ortsgeschichte interessieren, lohnt es sich daher, nicht nur einzelne Sehenswürdigkeiten zu betrachten, sondern die frühere Bedeutung des Ortes als Verkehrsweg mitzudenken.Kirchen mit eigener Geschichte
Die Chiesa del Carmine führt in die Baugeschichte des 16. Jahrhunderts zurück. Die Bauarbeiten am Oratorium begannen am 26. März 1580. Das heutige Gebäude bewahrt nahezu vollständig seine ursprünglichen Bauelemente aus Sandstein. Dazu gehören Ecksteine, Gesimse, Tür- und Fenstergewände sowie Stürze. Die Chiesa del Carmine ist außerdem die zweitälteste Kirche in Sillano Giuncugnano. Eine andere historische Erzählung ist mit der Chiesa della Madonna del Ponte verbunden. Die Bevölkerung von Sillano vollendete den Bau innerhalb von nur drei Jahren. Errichtet wurde die Kirche an dem Ort, an dem der Überlieferung zufolge am 6. August 1730 ein Gemälde der Madonna mit San Nicolao und San Biagio mehrere Tage lang Tränen vergoss. Auch in der Kirche S.Bartolomeo in Sillano ist eine antike lateinische Inschrift im Inneren noch sichtbar. Sie ergänzt die Kirchen von Sillano um eine weitere historische Spur und bietet einen konkreten Anlass, beim Besuch auf erhaltene Details und nicht nur auf die äußere Gestalt eines Bauwerks zu achten.Tradition und Landschaft im Umfeld
Zur Fiera di Sant’Antonio gehört eine Prozession durch die Straßen von Sillano. Die Fiera findet am Sonntag nach dem Festtag des heiligen Antonius von Padua am 13. Juni statt. Damit verbindet sich eine lokale Tradition unmittelbar mit dem Ort und seinen Straßen. Für naturbezogene Tage steht der Parco dell’Orecchiella. Das geschützte Naturreservat erstreckt sich unter anderem über die Gemeinden Piazza al Serchio, San Romano, Sillano und Villa Collemandina. Im Umfeld von Sillano liegt außerdem der Lago di Vicaglia an der Gemeindestraße, die Sillano mit dem Parco dell’Orecchiella verbindet. Der See hat steile Ufer und ist von gepflegten Kastanienwäldern umgeben. Der Lago di Vicaglia ist zudem ein Angelziel. Seine Gewässer sind als Salmonidengewässer klassifiziert; dort werden Bachforellen gefangen. Wenn Angeln zu Ihren Interessen gehört, ist dies eine klar benennbare Besonderheit des Umfelds. Für andere Naturtage steht dagegen die Kombination aus geschütztem Naturreservat, See, Ufern und Kastanienwäldern im Vordergrund. Für Ihre weitere Orientierung können Sie außerdem die Ortsseiten Capanne und Villa aufrufen.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lucca.
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