Forte Dei Marmi – Küstenkultur, Dünen und Kunst
Forte dei Marmi verbindet Küstenlandschaft mit Geschichte, Kunst und regionalen Traditionen. Wenn Sie mit unterschiedlichen Interessen reisen, finden Sie hier kontrastreiche Anlaufpunkte: historische Befestigung, Marmorarbeiten, Museen, geschützte Dünen und eine Route, die am Pontile beginnt.
Geschichte und Pontile
Das Forte Lorenese, auch Il Fortino genannt, wurde 1788 auf Veranlassung von Leopold I., Großherzog der Toskana, als Befestigungsanlage errichtet. Die Anlage gab Forte dei Marmi seinen Namen und ist heute ein wichtiger Bezugspunkt für die Geschichte des Ortes. Ebenfalls auf das Jahr 1788 geht der ursprüngliche Pontile zurück. Giovanni Costantini entwarf ihn mit einer Breite von fünf Metern und einer Länge von 325 Metern. Heute dient der Pontile als Treffpunkt für Fischer, Künstler, Einwohner und Besucher. Das Fortino Leopoldo I. beherbergt das ganze Jahr über Ausstellungen und kulturelle Aktivitäten. Damit steht der historische Bau nicht nur für die Entstehung des Ortsnamens, sondern auch für ein fortlaufendes Kulturprogramm. Einen weiteren kulturellen Schwerpunkt bildet das Museo della satira e della caricatura. Es bewahrt, sammelt und erforscht Materialien zur weltweiten Geschichte von Satire und Karikatur, besitzt eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer und historischer satirischer Zeichnungen und zeigt wechselnde Ausstellungen nach einem jährlichen Kalender.Marmor, Kirchen und Museen
In Vittoria Apuana wurde die Kirche von 1926 bis 1933 als dem heiligen Franziskus geweihte Kirche errichtet. Fensterrahmen, Böden, Säulen und Altar bestehen aus Marmor aus den nahe gelegenen Apuanischen Alpen. Vor der Kirche San Francesco steht eine Skulptur von Arturo Dazzi, die 1962 in Anwesenheit des Künstlers enthüllt wurde. Sie entstand aus einem einzigen Marmorblock und stellt den heiligen Franziskus im Gespräch mit dem Wolf dar. Ebenfalls in Vittoria Apuana befindet sich das Ugo-Guidi-Museum im ehemaligen Wohnhaus des Künstlers, in dem er bis zu seinem Tod am 10. Juli 1977 lebte. Die Sammlung umfasst mehr als 500 Skulpturen und Zeichnungen und dokumentiert Ugo Guidis künstlerische Entwicklung von den 1940er-Jahren bis in die letzten Jahre seines Schaffens. Für einen Besuch ist eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich – ein wichtiger Unterschied zu den ganzjährig angesetzten Kulturangeboten anderer Orte. Die Villa Bertelli aus dem 19. Jahrhundert in Vittoria Apuana beherbergt das Museum für moderne Kunst Quarto Platano. Außerdem finden dort ganzjährig Musikreihen, Gesprächssendungen, Buchpräsentationen und Ausstellungen statt. Die Fondazione Villa Bertelli veranstaltet darüber hinaus ganzjährig Events im Innen- und Außenbereich.Dünen, Feuchtgebiet und eine Route
Die Dune di Forte dei Marmi verbinden natürliche Dünen mit einem Dünenrückwald. Das Gebiet ist das einzige flache Feuchtgebiet in der nördlichen Toskana und zugleich der einzige Abschnitt der gesamten toskanischen Küste mit dieser Verbindung. Die WWF-Oase Dune di Forte dei Marmi ist ein verbliebener Lebensraum für typische Sandpflanzen der nördlichen toskanischen Küste, die dort fast verschwunden sind. Ein im Itinerar „Vittoria Apuana, le dune e il lago di Porta“ beschriebener Abschnitt bei Forte dei Marmi gehört seit 2008 zum geschützten Naturgebiet Dune di Forte dei Marmi. Das Itinerar beginnt am Pontile und kann mit dem Fahrrad oder dem Auto zurückgelegt werden. Das geschützte Feuchtgebiet Lago di Porta grenzt unmittelbar an den Bereich des Itinerars. So treffen auf einer beschriebenen Strecke Pontile, Dünenlandschaft und Feuchtgebiet aufeinander, ohne dass diese Landschaften zu einem einzigen Naturraum zusammengefasst werden müssen.Regionale Traditionen
Zur kulinarischen Tradition gehören Tordelli: halbmondförmige, frische gefüllte Teigwaren, die mit reichlich Fleischsauce serviert werden. In Forte dei Marmi kommen sie traditionell an Festtagen auf den Tisch, ebenso in Seravezza, Camaiore, Pietrasanta, Viareggio und Massarosa. Die Patronatsfeierlichkeiten zu Sant’Ermete umfassen Verkaufsstände und Feuerwerk am Pontile. Damit verbindet sich der zentrale Küstenpunkt auch mit einer lokalen Festtradition. Wenn Sie Ihre Reise über Forte dei Marmi hinaus erweitern möchten, können Sie außerdem [Piaggiori](Piaggiori), [Capannori](Capannori), [Vallico di Sotto](Vallico di Sotto), [Torre](Torre), [Gallicano](Gallicano), [Verciano](Verciano) und [Lucca](Lucca) entdecken.Mehr zum Reiseziel
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