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Gallicano in der Garfagnana

Unterkünfte in Gallicano

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Gallicano verbindet die Landschaft der Garfagnana mit einer ungewöhnlich dichten Folge von Festen, Handwerkstraditionen und historischen Spuren. Der Ort liegt am Fuß des Monte Pania zwischen sehr grünen, bewaldeten Tälern. Zu Gallicano und seinen Ortsteilen gehören typische Dörfer der Garfagnana, die nahezu unverändert erhalten geblieben sind. Damit bietet der Ort einen konkreten Zugang zu einer Berglandschaft, in der Kultur, lokale Küche und Wege durch die Umgebung eng nebeneinanderstehen.

Ortsgeschichte und Kunst im Ort

Das Gebiet, in dem Gallicano liegt, ist seit dem Mittelalter ein Grenzland. Diese Geschichte wird am Palazzo Comunale besonders anschaulich: Im Mittelalter diente das Gebäude als Wachgebäude zum Schutz des Eingangs zur Burg. Unter seiner Loggia befindet sich ein polychromes Terrakotta-Rundbild der Madonna mit dem Kind. Das Werk wird der Della-Robbia-Schule zugeschrieben und auf das Ende des 15. Jahrhunderts datiert. Der Palazzo Comunale ist zu Fuß von einem der beiden Parkplätze im Ort erreichbar; die Parkplätze liegen etwa 100 Meter vom Gebäude entfernt. Auch kleinere Bauwerke und Orte außerhalb des Zentrums ergänzen das Bild. Der Arco di Francesco V ist ein kleines Bauwerk aus Stein und Ziegeln. Zugleich handelt es sich um eine Kanalbrücke mit hohen gotischen Spitzbögen, die zur Lösung des Dürreproblems in bestimmten Jahreszeiten gedacht war. In der Kirche San Pietro in Trassilico befindet sich außerdem ein im 16. Jahrhundert von Simone Carretta gemaltes Bild. Eine weitere Besonderheit ist die handwerkliche Tradition für Schmiedeeisen und Pietra serena. Begünstigt wurde sie durch den Wasserreichtum der Bergbäche sowie durch das Vorhandensein von Bergwerken und Steinbrüchen. Für Sie wird so sichtbar, wie die natürlichen Voraussetzungen der Umgebung auch die lokale Gestaltung und Arbeit geprägt haben.

Feste, Focaccia und lebendige Bräuche

Focaccia leva ist ein ausschließlich in Gallicano hergestelltes Produkt. Beim jährlich am Sonntag nach Ferragosto stattfindenden Fest „Festa della focaccia leva“ wird diese lokale Spezialität im historischen Zentrum in den Mittelpunkt gestellt. Der Palio di San Jacopo findet am 25. Juli, dem Festtag des Schutzpatrons von Gallicano, sowie am Samstag davor statt. Er wurde 1972 offiziell eröffnet; in diesem Jahr fand der erste eigentliche Wettbewerb zwischen den Stadtteilen mit allegorischen Festwagen statt. Zur jährlich stattfindenden Fiaccolata Natalizia kommen jedes Jahr Tausende Menschen aus der gesamten Toskana. Die Fackelprozession begann 1980 als Spendenaktion für arme Menschen und die Krebsforschung. Zur weihnachtlichen Folklore von Gallicano gehört außerdem die „Sacra rappresentazione e strage degli innocenti“, eine Form des Volkstheaters zwischen Sakralem und Profanem. Bei der „Befanata di questua“ wird an den Haustüren der Bewohner gesungen, um Gaben zu erhalten. Diese Bräuche geben dem Jahreslauf des Ortes eine eigene kulturelle Struktur.

Wege und Landschaftserlebnisse

Für eine Auto- oder Motorradtour bietet sich die Strecke von Gallicano zur Grotta del Vento an, die am Bach Turrite entlangführt. Der Weg „Chieva“ bietet Ausblicke auf die Pania della Croce und den Monte Forato. Bei der für den 12. Oktober 2025 ausgeschriebenen Rundwanderung „Anello dell’Eremo“ führte eine etwa 12 km lange Strecke zwischen Gallicano und dem Eremo di Calomini über Crocette, Panicaglia und Calomini. Diese dokumentierten Routen zeigen unterschiedliche Arten, die Berglandschaft zu erleben: entlang eines Bachs, mit Aussicht auf markante Berge oder als längere Verbindung zwischen mehreren Orten. Für die weitere Orientierung können Sie außerdem Cardoso, Viareggio, Coreglia Antelminelli, Seravezza, Fosciandora, Giuncugnano, Sillano und Segromigno entdecken.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lucca.

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