Sillico: Türme, Kunst und Wege durch Kastanienwälder
Unterkünfte in Sillico
Sillico verbindet die Ausläufer des Apennins mit einem historischen Ortsbild und dem Blick über die Ebene von Pieve. Wer in der Toskana nicht nur Kunststädte, sondern auch gewachsene Dorfstrukturen, Landschaft und regionale Traditionen kennenlernen möchte, findet hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: mittelalterliche Befestigungen, eine alte Pfarrkirche, Ausstellungen im Palazzo Carli und Wege durch Kastanienwälder und terrassierte Weinberge.
Türme, Kirche und historische Gebäude
Im nördlichen Teil von Sillico sind die Reste der Befestigungsmauer gut erhalten. Dazu gehört ein Aussichtsturm aus dem 15. Jahrhundert. Innerhalb der Festung steht außerdem der quadratische Torre castellana del Sillico, der auf das 12. bis 13. Jahrhundert datiert wird. Auf der Anhöhe befindet sich ein weiterer mittelalterlicher Turm mit quadratischem Grundriss, der heute als Ruine erhalten ist. Zusammen mit den alten Gebäuden und den bedeutenden Renaissancepalästen prägen diese Bauwerke die historische Erscheinung des Ortes. Im Zentrum liegt die Pfarrkirche San Lorenzo Martire. Sie wird erstmals in einer päpstlichen Bulle von 1168 erwähnt. Zur Ausstattung gehört eine Orgel mit einem charakteristischen 8-Fuß-Principalregister. Dieses Register gilt als typisch für die von den Brüdern Turrini aus Pieve Fosciana gebauten Orgeln. Damit bietet die Kirche nicht nur einen historischen Bezug, sondern auch ein konkretes Detail zur regionalen Orgelbaukunst.Kunst im Palazzo Carli und lebendige Traditionen
Der Palazzo Carli verbindet verschiedene Epochen und Nutzungen. Seit 2009 werden in vier Räumen im obersten Stockwerk Ausstellungen mit Malerei, Bildhauerei und Fotografie gezeigt. Vertreten sind lokale sowie landesweit bekannte Künstler. Im unteren Stockwerk befinden sich eine große Küche mit steinernem Kamin und ein Schlafzimmer mit Fresken aus dem frühen 19. Jahrhundert. Auch die Traditionen des Ortes haben einen festen Platz. „I banditi del Sillico all'ora di cena“ findet seit vielen Jahren jährlich statt. Die Veranstaltung ist eine historische und gastronomische Nachstellung: Sie inszeniert Bräuche der Renaissance mit Musik, Darbietungen und zeitgenössischer Küche dieser Epoche. Zum Fest San Lorenzo veranstaltet die Filarmonica G. Verdi in Sillico jedes Jahr ein Konzert.Wege durch Wald, Weinberge und alte Kastaniennutzung
Für einen kürzeren Rundgang führt ein 1,7 Kilometer langer Weg um Sillico durch Kastanienwälder und terrassierte Weinberge zu einer Station, die mit dem religiösen Rogazioni-Ritus verbunden ist. Ein weiterer, 5 Kilometer langer Rundweg beginnt am Parkplatz von Sillico. Er verläuft durch Kastanienwälder mit Metati; einige dieser traditionellen Bauten werden weiterhin regelmäßig zum Trocknen von Kastanien genutzt. Der Sentiero dei Mulini bei Sillico ist als Route mit einer Gehzeit von vier Stunden sowie 475 Höhenmetern im Aufstieg und 475 Höhenmetern im Abstieg ausgewiesen. Für die weitere Orientierung innerhalb derselben übergeordneten Destination können Sie auch Pontecosi ansehen.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pieve Fosciana.
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