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Chiassa – Kirchen, Geschichte und Wein

Unterkünfte in Chiassa

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Bei Arbeiten am Kirchenboden der Pieve di Santa Maria Assunta alla Chiassa wurden zwischen 1973 und 1974 die Überreste einer Villa aus der Kaiserzeit entdeckt. Dieser Fund erweitert die Ortsgeschichte um eine ältere Schicht, die vor den mittelalterlichen Bau- und Ausstattungsspuren liegt.

Kirchenzeugnisse vom Frühmittelalter bis zur Freskenkunst

Die Pieve di Santa Maria alla Chiassa ist eine Kirche in der Ortschaft Chiassa. Zur Pieve della Chiassa Superiore gehört ein Pluteus, der nach Fatucchi in das 8. Jahrhundert zu datieren ist. Bei Bodenarbeiten an dieser Pieve wurden 1973 außerdem die Überreste einer älteren Kirche entdeckt. Beide Hinweise machen deutlich, dass die örtliche Kirchengeschichte nicht erst mit den heute sichtbaren Bauformen beginnt.

Für die Pieve di Santa Maria Assunta alla Chiassa wird der Kultort in das Frühmittelalter zwischen dem 8. und 9. Jahrhundert datiert. Der Bau hat drei Schiffe, drei Apsiden und ein Dach mit hölzernem Dachstuhl. Kleine Bögen aus Stein und Ziegeln gelten als charakteristisch für die ravennatische Kunst des 10. Jahrhunderts. Im Inneren ist ein Fragment eines frühmittelalterlichen Pluteus erhalten, auf dem geometrische Figuren und stilisierte Tiere dargestellt sind. Zusätzlich bewahrt die Pieve lückenhafte Spuren von zwei Freskenzyklen.

Auch die spätere Kunstgeschichte ist an diesem Ort präsent: Der erste Freskenzyklus stammt aus dem späten 14. Jahrhundert. Viele lokale Künstler waren zu dieser Zeit von Spinello Aretino beeinflusst. Für eine Reise mit unterschiedlichen Interessen bietet die Kirche damit mehrere historische Ebenen: frühe Bau- und Ausstattungsspuren, mittelalterliche Ornamentik und eine nur teilweise erhaltene malerische Überlieferung. Gerade diese Kombination unterscheidet die einzelnen Zeugnisse voneinander, statt sie lediglich als allgemeine Kirchenbesichtigung zusammenzufassen.

Erinnerung in Chiassa Superiore

Ein weiterer konkreter Ort der Geschichte ist eine Gedenktafel an der Außenwand eines privaten Wohnhauses gegenüber der Piazza vor der Pieve di Santa Maria Assunta in Chiassa Superiore. Auf der Tafel wird festgehalten, dass Giovan Battista Mineo und Giuseppe Rosadi einen Oberst dem deutschen Kommando zurückbrachten und dadurch die örtliche Bevölkerung vor einem Massaker bewahrten. Der Standort an einem privaten Wohnhaus und die genaue Beziehung zur Piazza geben der Erinnerung einen klar bezeichneten Platz im Ortsbild, ohne dass daraus ein allgemeiner Museums- oder Ausstellungsbetrieb abgeleitet werden kann.

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In Chiassa Superiore befindet sich außerdem das Relais La Torre in einem alten ländlichen Komplex lombardischen Ursprungs aus dem 12. Jahrhundert. Der Name La Torre geht auf einen heute zerstörten Turm innerhalb des Komplexes zurück, der im Fall eines feindlichen Angriffs dem Schutz der Bewohner diente. Zur kulinarischen Seite gehört die Weinproduktion von La Torre: Bewirtschaftet werden 13 Hektar Weinberge, aus denen vier Rotweine und Vin Santo erzeugt werden.

Eine Route mit praktisch keinem Höhenunterschied

Wenn Sie zwischen Kulturprogramm und einer weniger ansteigenden Radtour abwechseln möchten, ist die Gourmet-Radroute L'Ardita ein eigener Ansatzpunkt. Sie nutzt Strecken mit praktisch keinem Höhenunterschied, darunter Wege mit weißem Belag und Radwege. Die Route ergänzt die kulturellen und kulinarischen Themen um eine sportliche Möglichkeit, ohne dass daraus eine bestimmte Streckenführung, Entfernung oder Verbindung zu einer einzelnen Sehenswürdigkeit abgeleitet werden sollte.

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