Fornacelle: Geschichte, Wege und Monteferrato
Fornacelle steht für eine Ortsgeschichte, die sich an klar benennbaren Spuren und Wegen zeigt. Die Zone ist einer der historischen Gründungskerne von Montemurlo und liegt an der alten Via Montalese in Richtung Montale. Damit verbindet sich kein einzelnes Sehenswürdigkeitsprogramm, sondern ein Ort, an dem kirchliche Geschichte, historische Gebäude, Landschaft und Wanderwege in unterschiedlichen Zusammenhängen begegnen.
Zwischen Pfarreigeschichte und alten Ortsnamen
Am 5. Juni 1986 wurde die Zone Fornacelle als Pfarrei unter dem Titel Santa Maria Madre di Dio errichtet. Am Eingang der Kirche in der Via Lamarmora 1 befindet sich ein Defibrillator. Der Name Fornacelle verweist zugleich weiter zurück: Er leitet sich von den Kalk- und Ziegelöfen aus dem 15. Jahrhundert ab. Für die Einordnung des Ortes ist diese Verbindung von jüngerer Pfarreigeschichte und älterem Handwerk besonders charakteristisch. An der Via Montalese im Gebiet Fornacelle steht noch heute das Tabernakel del Campo Santo. Es erinnert an den Fund, zu dessen Gedenken es errichtet wurde.Villa Giamari und das kommunale Gedächtnis
Villa Giamari gehörte zunächst der Familie Villani. Die Renaissancevilla wurde später zu einem wichtigen Bezugspunkt für die Gemeindebibliothek: Diese zog im Oktober 2003 in die Villa Giamari um. In der Gemeindebibliothek befindet sich auch das Kommunalhistorische Archiv. Wer sich für die Entwicklung von Montemurlo interessiert, findet hier daher zwei unterschiedliche Ebenen zusammengeführt: einen historischen Bau und eine Einrichtung, in der kommunale Geschichte bewahrt wird. In der Fraktion Fornacelle wurde jahrzehntelang die Sonntagsmesse in der an die Villa Giamari angebauten Kapelle gefeiert. Diese Nutzung gehört zur überlieferten Geschichte des Ortes und sollte als vergangener Bestandteil der Ortsgeschichte verstanden werden. Zu den historischen Gebäuden in Montemurlo gehören außerdem Räumlichkeiten, die zwischen 1895 und 1906 für eine Schule errichtet wurden. Ein robustes Gebäude weist dabei eine klassizistische Gestaltung auf.Geschützte Landschaft und ein langer Wanderweg
Für die landschaftliche Einordnung ist das geschützte Gebiet Monteferrato wichtig. Es erstreckt sich vollständig innerhalb des Gemeindegebiets von Montemurlo. Im Kontext der Gemeinde Montemurlo ist die Via delle Rocche ein 44,5 km langer Wanderweg mittleren Schwierigkeitsgrads. Der Weg beginnt am Hügel von Montemurlo und an dessen befestigtem Dorf. Die Länge und der ausgewiesene Schwierigkeitsgrad machen ihn zu einem eigenständigen Thema für Besucher, die ihre Zeit in Montemurlo mit einer längeren Wanderung verbinden möchten. Fornacelle lässt sich somit über mehrere Maßstäbe verstehen: über die alte Via Montalese und das Tabernakel del Campo Santo, über Villa Giamari und die kommunalhistorischen Einrichtungen sowie über den größeren Landschaftsraum des Monteferrato. Für die weitere Orientierung in dieser Auswahl finden Sie außerdem Colle, Prato, Vaiano, Poggio A Caiano, Artimino, Carmignano, Cantagallo und Montemurlo.Unterkünfte in Fornacelle vergleichen
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