Piegaio Alto – Kameliengarten, Wege und Ortsgeschichte
Piegaio Alto verbindet die Landschaft der Apuanischen Alpen mit einem besonderen Garten, historischen Spuren und Wegen durch die Umgebung. Für Ihre Reiseplanung stehen damit unterschiedliche Erlebnisse nebeneinander: ein botanischer Besuch im Il Bosco delle Camelie, ein Rundweg nach Pescaglia, ein Abschnitt des SCL und kulturgeschichtliche Details rund um die Siedlung und die Kirche San Bartolomeo.
Il Bosco delle Camelie in den Apuanischen Alpen
Der Garten Il Bosco delle Camelie liegt in Piegaio Alto auf 400 Metern Höhe und ist von dichten Kastanienwäldern umgeben. Derzeit beherbergt er 1.200 Kamelien auf rund 25.000 Quadratmetern; außerdem werden dort 200 Magnoliensorten kultiviert. Die Anlage ist in 14 Beete gegliedert. Wege und Pfade sind für eine ganzjährige Nutzung angelegt, sodass der Garten eine eigene, klar umrissene Erfahrung innerhalb des Ortes bildet. Für Besuche von Il Bosco delle Camelie sollen Autos und Kleinbusse auf dem kommunalen Parkplatz abgestellt werden. Diese Vorgabe gehört zur Orientierung vor dem Besuch und ist besonders relevant, wenn Sie den Gartentag mit weiteren Wegen in Piegaio Alto verbinden möchten.Wege nach Piegaio Alto und weiter nach Pescaglia
Piegaio Alto lässt sich auch über den SCL erreichen. Ein Abschnitt dieses Weges führt von Buriana bergab nach Piegaio Alto. Der Verlauf führt über eine Treppe und durch einen Bogen in die Gassen des Ortes und anschließend weiter in Richtung Solcino. Damit beschreibt der SCL nicht nur eine Verbindung zwischen benannten Orten, sondern auch einen konkreten Zugang in die Gassen von Piegaio Alto. Ein anderer beschriebener Hin- und Rückweg führt von Piegaio Alto nach Pescaglia durch Gärten und Olivenhaine und passiert den alten Ort Piazzanello. Die Wanderung wird als leicht eingestuft, umfasst etwa vier Stunden tatsächliche Gehzeit und rund 300 Höhenmeter im Auf- und Abstieg. Für Ihre Tagesplanung ergibt sich dadurch ein deutlicher Unterschied zwischen dem Besuch des Kameliengartens und einer längeren Route durch Gärten, Olivenhaine und historische Orte.Historische Siedlung und kirchliche Kunst
Piegaio Alto ist im Strukturplan der Gemeinde Pescaglia als historische Siedlung in mittlerer Hanglage an der linken Seite der Pedogna aufgeführt. Zur dokumentierten Geschichte gehören die Entstehung und Morphologie der Siedlung ebenso wie historische Verkehrswege und Gebäude, die im alten Kataster verzeichnet sind. Diese Hinweise machen die Ortsstruktur selbst zu einem Teil des kulturellen Interesses, ohne Piegaio Alto auf eine einzelne Sehenswürdigkeit zu reduzieren. Die Kirche San Bartolomeo in Piegaio stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert umgebaut. In ihrem Inneren befindet sich ein auf 1536 datiertes Gemälde von Simone Carretta. Es zeigt die Madonna mit dem Kind sowie die Heiligen Bartholomäus und Johannes den Täufer. Die Pfarrei Piegaio ist dem Apostel Bartholomäus geweiht; sein Fest wird am 24. August gefeiert.Kürbisküche und lokale Tradition
In Piegaio werden bei der Festa della Zucca verschiedene Kürbisspeisen serviert. Dazu gehören frittierter Kürbis, Pasta, Lasagne, Risotti und Desserts. Die Festa della Zucca begann 2005; eine Ausgabe wurde als 17. Ausgabe bezeichnet. Damit ergänzt die Kürbistradition die Landschafts- und Kulturthemen um einen regionalen kulinarischen Schwerpunkt, ohne dass dafür ein eigener Ortswechsel nötig ist. Weitere Orte: Gello, Celle, Colognora, Trebbio, San Martino In Freddana, Ansana, Loppeglia, Villa A Roggio.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pescaglia.
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