Camaiore

Camaiore zwischen Geschichte, Küste und Pilgerweg

Camaiore verbindet unterschiedliche Seiten der Toskana auf engem thematischem Raum: Sie entdecken archäologische Zeugnisse und mittelalterliche Sakralbauten, folgen der Via Francigena durch das Zentrum und erreichen mit Lido di Camaiore einen Badeferienort am Meer. Für die Wahl Ihrer Unterkunft ist deshalb entscheidend, ob Sie den Schwerpunkt auf Kultur, historische Atmosphäre, eine Wanderetappe oder entspannte Strandtage legen möchten.

Museen und historische Orte

Das Civico Museo Archeologico präsentiert in 13 Sälen archäologische Zeugnisse des Gebiets von der Vorgeschichte bis zur Renaissance. Der Rundgang ist didaktisch-interaktiv gestaltet und eignet sich damit als konzentrierter Zugang zur langen Geschichte der Gegend. Kostenlose Audioguides stehen auf Italienisch und Englisch zur Verfügung. Das Museum ist für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich; der Zugang für Menschen mit sensorischen oder kognitiven Behinderungen ist nach vorheriger Reservierung möglich. Auch außerhalb des Museums lässt sich die Geschichte von Camaiore an einzelnen Bauwerken ablesen. Die Porta Lombricese ist das einzige erhaltene Tor der Stadtmauer. Auf einer ihrer Fassaden befindet sich ein Marienbild aus dem 18. Jahrhundert. Die Collegiata di Santa Maria Assunta bewahrt ein marmornes Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert. Das Museo d’Arte Sacra di Camaiore zeigt Gemälde, sakrale Goldschmiedearbeiten, Ausstattungsgegenstände und liturgische Gewänder aus der Zeit vom 14. bis zum 16. Jahrhundert. Das Teatro dell’Olivo erzählt eine ungewöhnliche Umnutzungsgeschichte: Es entstand aus dem Umbau einer im Jahr 1565 errichteten Wollverarbeitungsstätte, wurde 1649 in ein Theater umgewandelt und 2003 endgültig wiedereröffnet. Die Badia di San Pietro wurde im 7. Jahrhundert von Benediktinermönchen gegründet. Dort steht die aus dem 17. Jahrhundert stammende Orgel im Mittelpunkt des Festival Organistico Internazionale Città di Camaiore, das jeden Sommer stattfindet.

Küste, Weg und Landschaft

Wenn Sie Kultur mit einer Etappe auf einem historischen Fernweg verbinden möchten, verläuft die Via Francigena durch das Zentrum von Camaiore. Die Etappe 26 führt von Massa hierher, während die Etappe 27 weiter nach Lucca führt. Diese klare Streckenfolge macht Camaiore zu einem Ort, an dem sich ein Aufenthalt mit einer konkreten Wegauswahl verbinden lässt, ohne die Reise ausschließlich auf Kunstbesichtigungen auszurichten. Für Tage am Meer sind in Lido di Camaiore mehr als vier Kilometer feinsandigen Strands vorhanden; der Ort ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts ein Badeferienort. Damit entsteht ein deutlicher Gegensatz zu den Museen, Kirchen und historischen Bauwerken von Camaiore: Sie können Ihre Reise kulturell prägen oder den Küstenabschnitt als eigenen Schwerpunkt einplanen. Auch die Landschaft im Hinterland gehört zum Bild der Gegend. Die Grotta all’Onda ist eine prähistorische Karsthöhle in der Ortschaft Casoli bei Camaiore. Sie ist über einen CAI-Weg durch die Eichenwälder des Monte Matanna erreichbar. Im Juni findet in Camaiore die Corpus-Domini-Prozession statt. Dabei schmücken von Kunsthandwerkern gefertigte Sägemehlteppiche, auf Camaiorese „pula“ genannt, das historische Zentrum; sie erreichen eine Länge von bis zu 40 Metern.

Weitere Orte für Ihre Auswahl

Wenn Sie neben Camaiore weitere Ortsnamen vergleichen möchten, finden Sie hier die direkten Ziele der Umgebung: Pontemazzori, Torcigliano, Santa Lucia, Montemagno, Pedona, Monteggiori, Metato, Gombitelli, Greppolungo, Valpromaro Di Camaiore, Fibbialla, Orbicciano, Buchignano, Capezzano Pianore, Lido Di Camaiore und Fibbiano.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lucca.

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