Montemagno – Burgreste, Wege und Holzkunst
Burg und Via Francigena
Die Überreste der Burg von Montemagno sind auf einem Hügel über dem Dorf sichtbar. Erhalten sind unter anderem Teile der Ringmauer und die Fassade der dem heiligen Bartholomäus geweihten Kirche. Die mittelalterliche Burg diente sowohl als herrschaftlicher Wohnsitz als auch als Zufluchtsort bei Belagerungen. Ihre Lage war strategisch: Sie befand sich über der Via Francigena, die die Ebene der Versilia mit Lucca verband.
Diese Verbindung macht die Burg nicht nur zu einem historischen Punkt innerhalb des Ortes, sondern verknüpft Montemagno auch mit einer überregionalen Route.
Wege rund um Montemagno
Auch abseits der Burg lässt sich Montemagno über konkrete Wegabschnitte erschließen. Der Anstieg nach Montemagno auf der Via Francigena führt zu einer fast tausend Jahre alten Steineiche. Ein weiterer Abschnitt der Via Francigena beginnt am Leccio di Montemagno und verläuft entlang der Nordseite der Kirche San Michele di Montemagno.
Für eine längere Runde ist der Rundweg Pontemazzori–Montemagno–Pontemazzori, Anello di Camaiore Antiqua, dokumentiert. Er umfasst einen nahezu ebenen, etwa 2,5 Kilometer langen Waldabschnitt zur Località alla Trina oberhalb von Montemagno. Die etwa 2,5 Kilometer beziehen sich auf den Waldabschnitt, nicht auf die Länge des gesamten Anello di Camaiore Antiqua. Die Wegangaben markieren einen konkreten Unterschied: Der Anstieg führt zur Steineiche, während der Rundweg einen nahezu ebenen Waldabschnitt zur Località alla Trina oberhalb von Montemagno umfasst.
Leccio di Montemagno: Naturdenkmal und Erinnerung
Die jahrhundertealte Steineiche Leccio di Montemagno galt als der Lieblingsbaum von Giorgio Gaber. Nach Unwettern im November 2019 stürzte der Baum um. Seine Bedeutung für den Ort endete damit nicht vollständig: Setzlinge des Leccio di Montemagno wurden unter Beteiligung örtlicher Schulen zum Gedenken an den Baum gepflanzt. Der Ort steht dadurch zugleich für ein konkretes Naturmotiv, eine bekannte persönliche Zuschreibung und eine lokale Form des Erinnerns.
Holzbildhauersymposium und Freilichtmuseum
Ein anderer kultureller Akzent ist das Holzbildhauersymposium in Montemagno, das zum fünften Mal in Folge ausgerichtet wurde. Für die Montemagno-Ausgabe wurden am Samstag, dem 9. Mai, und am Sonntag, dem 10. Mai, zwölf Meister des Kettensägenschnitzens erwartet, die neue Holzstatuen schaffen sollten. Die im Rahmen des Symposiums entstehenden Holzskulpturen sollten in Montemagno als Teil eines Freilichtmuseums verbleiben. Damit ergänzt die Veranstaltung die mittelalterlichen Spuren des Ortes um eine zeitgenössische, handwerklich geprägte Kunstform.
Für die weitere Suche in diesem Ortsbereich können Sie außerdem Santa Lucia (Santa Lucia), Fibbialla (Fibbialla), Gombitelli (Gombitelli), Pontemazzori (Pontemazzori), Valpromaro Di Camaiore (Valpromaro Di Camaiore), Buchignano (Buchignano), Torcigliano (Torcigliano) und Pedona (Pedona) aufrufen.
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