Sovana – Etruskisches Erbe und mittelalterliche Kirchen
Unterkünfte in Sovana
Sovana bietet etruskische Zeugnisse, mittelalterliche Sakralbauten und Museen als unterschiedliche Zugänge zur Geschichte. Für Ihre Reiseplanung entsteht daraus ein klar erkennbares Kulturprofil: Sie können die Entwicklung des Ortes von der etruskischen und römischen Vergangenheit bis in das Mittelalter anhand konkreter Bauwerke, Sammlungen und einer Nekropole nachvollziehen.
Bauwerke aus mehreren Epochen
Am Ortseingang steht die Rocca Aldobrandesca, die um das 11. Jahrhundert errichtet wurde. Teile des Bergfrieds und der Umfassungsmauern sind erhalten. Die Kirche San Mamiliano entstand um das 4. Jahrhundert n. Chr. auf den Resten eines etruskischen und anschließend römischen Gebäudes. Sie gilt als ältestes religiöses Gebäude von Sovana. Die Kirche Santa Maria stammt aus dem 12.–13. Jahrhundert. Über ihrem Hauptaltar befindet sich ein seltenes vorromanisches Ziborium. Ebenfalls aus dem 12.–13. Jahrhundert stammt der Palazzo Pretorio. An seiner Fassade sind neun Wappen mit den Namen der Justizhauptleute und Kommissare angebracht, die unter der Herrschaft von Siena und Florenz aufeinanderfolgten. Die Kathedrale der Heiligen Peter und Paul stammt mindestens aus dem 11. Jahrhundert und vereint gotische, romanische und lombardische Stile. Die Bauwerke decken damit mehrere historische Epochen und Stilrichtungen ab, ohne dass Sie sich auf ein einziges Zeitalter beschränken müssen.Museen mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Das Museo archeologico di San Mamiliano zeigt Funde von der etruskischen Phase bis zur frühmittelalterlichen Zeit nach dem Fall des Römischen Reiches. Der Besucherrundgang umfasst auch die Krypta der alten Kirche San Mamiliano. Die Sammlung verbindet damit archäologische Zeitgeschichte mit einem konkreten Teil des Sakralbaus. Das Museo di San Gregorio VII befindet sich im ersten Stock des Palazzo Pretorio. Sein Ausstellungsrundgang nutzt Funde, Rekonstruktionen und Dokumente zu wichtigen Episoden im Leben Gregors VII. Gregor VII. wird dabei sowohl aus religiöser als auch aus historischer Perspektive vorgestellt. Der Museumsbesuch ergänzt somit die Betrachtung der mittelalterlichen Gebäude um eine dokumentarische Auseinandersetzung mit einer bedeutenden Persönlichkeit.Etruskische Nekropole und Wanderroute
Die Tomba Ildebranda gehört zur etruskischen Nekropole von Sovana. Sie stammt aus dem 3.–2. Jahrhundert v. Chr. und gilt als eines der bedeutendsten Monumente ganz Etruriens. Die Tomba Ildebranda besteht aus einer Grabkammer und einem Grabmonument, die vollständig in Tuffsteinwände gehauen wurden. Gerade diese Verbindung aus Architektur und in den Fels gearbeitetem Monument macht sie zu einem eigenständigen Schwerpunkt neben Kirchen und Museen. Eine 10,2 km lange Wanderroute zwischen Pitigliano und Sovana führt zu etruskischen Nekropolen, darunter zur Nekropole von Sopraripa. Damit lässt sich die Kulturgeschichte nicht nur in Innenräumen und Ortsgebäuden, sondern auch auf einer ausgewiesenen Wanderstrecke erleben. Weitere Ziele: [Filetta](Filetta), [Sant'anna](Sant'anna), [Elmo](Elmo), [San Quirico](San Quirico).Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sorano.
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