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Sesto Fiorentino

Unterkünfte in Sesto Fiorentino

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Sesto Fiorentino verbindet bedeutende Kulturorte mit historischen Villen, etruskischen Grabmonumenten und renaturierten Feuchtgebieten. Wenn Sie Ihre Zeit in der Toskana zwischen Kunst, Geschichte und Landschaft aufteilen möchten, finden Sie hier sehr unterschiedliche Facetten in einem gemeinsamen Reiseziel: Porzellan und Keramik, Gärten mit jahrhundertelanger Entwicklung, Zeugnisse der etruskischen Kultur sowie Lebensräume für Zugvögel.

Keramik, Kirchen und etruskische Geschichte

Die Chiesa di San Romolo in Colonnata bewahrt zahlreiche Porzellanausstattungen. Einen anderen Zugang zur Keramikkultur bietet die Chiesa di Santa Maria e San Jacopo in Querceto mit einem Altar aus marmorierter Terrakotta, den die Manifattura Ginori zwischen dem späten 18. und dem frühen 19. Jahrhundert schuf. Noch breiter ist der zeitliche Rahmen der Sammlung des Museo Ginori: Sie umfasst fast 10.000 Porzellan- und Majolikaobjekte aus der Zeit von 1737 bis 1990. Das Archivio della Ceramica Sestese ergänzt diese Perspektive mit Tausenden von Keramikobjekten, Modellen, Gipsformen, Skizzen und historischen Fotografien. Auch die ältere Geschichte ist in konkreten Bauwerken präsent. Die Pieve di San Martino bewahrt ein geformtes Holzkreuz, das Agnolo Gaddi um 1390 malte. Die Tomba della Montagnola zählt zu den bedeutendsten etruskischen Grabdenkmälern Mittelitaliens; für sie stehen ein virtueller Rundgang sowie Besichtigungen des Außen- und Innenbereichs zur Verfügung. Die Tomba della Mula ist ein bemerkenswertes Beispiel etruskischer Architektur aus der orientalisierenden Periode. Sie besitzt keinen zentralen Pfeiler und wurde in den mittleren Jahren der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts v. Chr. als Grabmonument einer außerordentlich wohlhabenden Fürstenfamilie errichtet.

Villen, Gärten und historische Räume

Der Garten der Villa Guicciardini Corsi Salviati dokumentiert stilistische Schichten und Veränderungen aus mehr als drei Jahrhunderten seit 1500. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts beauftragten Giovanni und Lorenzo Corsi Gherardo Silvani und Baccio del Bianco mit Arbeiten an der Villa und ihrem Garten. Ihre bis heute überlieferten, restaurierten Formen erhielten die Anlage durch eine umfassende Umgestaltung etwa zwischen 1708 und 1750. Die Villa Gerini ist seit dem 14. Jahrhundert als außerstädtische Residenz dokumentiert. Ihr Park aus dem 19. Jahrhundert umfasst einen von Wegen durchzogenen Steineichenhain. Ein künstlicher See besitzt zwei Inseln mit einem Pavillon, der als Teesalon vorgesehen ist. In der ehemaligen Orangerie der Villa Corsi Salviati Guicciardini befindet sich das Teatro Limonaia. Seit 2013 ist es Sitz der von der Region Toskana anerkannten theatralischen Residenza Multipla. Damit reicht das Spektrum der historischen Orte von sakraler Kunst und Adelssitzen bis zu einem Theater in einem ehemaligen Gartenbaugebäude.

Monte Morello und geschützte Feuchtgebiete

Für ruhigere Landschaftseindrücke steht Monte Morello. Das Gebiet umfasst auf dem Gebiet von Sesto Fiorentino etwa 1.700 Hektar und besitzt eine erhebliche landschaftliche und ökologische Bedeutung. Einen deutlich anderen Landschaftstyp zeigt der Parco della Piana, ein etwa 50 Hektar großes Schutzgebiet, das zur Wiederherstellung eines früheren Feuchtökosystems eingerichtet wurde. Der Park liegt an einer bedeutenden Zugroute, die von Kranichen, Flamingos und Wildgänsen genutzt wird. Die Oasi WWF Val di Rose umfasst ein Seebecken, zahlreiche Sumpfgebiete, Feuchtwiesen sowie von Bäumen und Sträuchern geprägte Lebensräume, die zur Erhaltung von Flora und Fauna renaturiert wurden. Ein Besucherweg führt durch den historischen Kern und den neueren, renaturierten Bereich. So lassen sich kulturgeschichtliche Besichtigungen mit zwei klar unterschiedlichen Naturerfahrungen verbinden: dem waldgeprägten Monte Morello und den wasserreichen Lebensräumen der Ebene.

Orientierung für die Wahl des Ausgangspunkts

Für die Anreise- und Ortsplanung sind der Bahnhof Sesto Fiorentino und die Buslinie 64 konkrete Bezugspunkte. Der Bahnhof wird von der Bahnlinie Pistoia–Viareggio bedient; die Buslinie 64 fährt vom Bahnhof Sesto Fiorentino bis zur Endhaltestelle. Als ergänzende Zielseite können Sie auch Segalari Segalari aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Florenz.

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