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Pinete: Wälder der Cerbaie und historische Spuren

Unterkünfte in Pinete

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Pinete verbindet die Wälder der Cerbaie mit einer bemerkenswert dichten Ortsgeschichte. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, an dem Naturbeobachtung, Wege durch den Wald und kleine historische Bauwerke nebeneinanderstehen. Die Wälder der Cerbaie liegen zwischen den Ortsteilen Pinete, Torre und Vedute in der Gemeinde Fucecchio. Wer die Toskana nicht nur über große Kunststädte kennenlernen möchte, findet hier einen deutlich kleinräumigeren Zugang zu Landschaft und Geschichte.

Wanderwege und seltene Natur

In den Wäldern der Ex Opera Pia Landini Marchiani wurden 7,5 Kilometer Wanderwege wiederhergestellt. Entlang der Wege gibt es Erholungseinrichtungen und didaktische Beschilderung. Dadurch lässt sich der Wald nicht nur als Landschaft, sondern auch über seine erklärenden Hinweise und die vorhandenen Aufenthaltsbereiche wahrnehmen. Wenn Sie mit unterschiedlichen Interessen reisen, können Sie einen Naturabschnitt in Pinete mit der Besichtigung historischer Orte im Ort verbinden, ohne die Themen miteinander zu vermischen.

Eine besondere botanische Erwähnung gilt dem SIC-Gebiet Cerbaie: Dort kommt die seltene fleischfressende Pflanze Drosera Rotundifolia vor. Die Pflanze ist ein eigenständiger Naturaspekt der Cerbaie und ergänzt das Bild der Wälder um eine ungewöhnliche, wissenschaftlich interessante Besonderheit. Ebenfalls mit Cerbaie verbunden ist die Cappella San Rocco di Villa Bini. Sie ist in Pinete mit der Schutzgebietsbezeichnung SIR Nr. 63 Cerbaie erfasst. Die beiden Bezeichnungen SIC-Gebiet und SIR Nr. 63 werden dabei jeweils in ihrer dokumentierten Form geführt.

Kirchen und Ortsgeschichte

Zu den sakralen Orten von Pinete gehört das Oratorium in der Via Pesciatina 156, das 1793 errichtet wurde. Es diente lange Zeit als Pfarrkirche und war dem heiligen Rochus geweiht. Davon zu unterscheiden ist die Chiesa di Pinete, eine kleine, ebenfalls dem heiligen Rochus geweihte Kirche auf dem kleinen Hauptplatz des Ortes Pinete. Zusammen machen diese Bauwerke sichtbar, wie stark die Ortsgeschichte durch religiöse Gebäude und den lokalen Mittelpunkt geprägt ist.

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Auch die profane Geschichte ist in Pinete gegenwärtig. Der Komplex La Fornace an der Via Pesciatina ist im Kataster Leopoldino unter dem Namen „La fornace di Saettino“ dokumentiert. Er weist auf ein handwerkliches Produktionszentrum hin, das mindestens seit Beginn des 19. Jahrhunderts bestand. Das Landgut Assia stammt aus dem 19. Jahrhundert, diente zunächst der Zucht von Trabrennpferden und wurde später in eine Beherbergungseinrichtung umgewandelt. Diese Entwicklung ergänzt die sakralen Zeugnisse um einen wirtschafts- und nutzungsgeschichtlichen Aspekt.

Spuren weit zurückliegender Besiedlung

Für kulturgeschichtlich Interessierte reicht die Geschichte der Umgebung noch weiter zurück. Das paläolithische Fundlager erstreckt sich auf einer ausgedehnten Geländeterrasse beiderseits der Straße von Pinete nach Massarella. Es umfasst Artefakte des Mittel- und Jungpaläolithikums, also der mittleren und späteren Altsteinzeit. Pinete steht damit nicht nur für die heutigen Wälder und den historischen Ortskern, sondern auch für eine Landschaft, in der Spuren menschlicher Nutzung über sehr lange Zeiträume dokumentiert sind.

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Weitere Ziele zur Orientierung

Für die weitere Orientierung finden Sie außerdem Dicomano (Dicomano), Rufina (Rufina), San Godenzo (San Godenzo), Empoli (Empoli), Vicchio (Vicchio), Petrognano (Petrognano), Legri (Legri) und Barberino Di Mugello (Barberino Di Mugello).

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Florenz.