San Vivaldo – Sakralkunst im Wald von Camporena
Unterkünfte in San Vivaldo
San Vivaldo verbindet eine bewaldete Landschaft mit einem ungewöhnlich konzentrierten religiösen und kunsthistorischen Ensemble. Der Sacro Monte di San Vivaldo liegt in der Selva di Camporena neben dem Franziskanerkloster. Rund um die Jerusalem of San Vivaldo erstreckt sich das bewaldete Gebiet über etwa 400 Hektar. Damit begegnen Sie hier nicht nur einzelnen Kunstwerken, sondern einem klar gegliederten Komplex, dessen Kapellen, Kirchen und Wege unterschiedliche Zugänge zu Geschichte und Spiritualität eröffnen.
Fresken, Terrakotta und franziskanische Architektur
Die Gebäude der Jerusalem of San Vivaldo enthalten Fresken und Gruppen aus ungebrannter Terrakotta der Robbianischen Schule. Ihre Darstellungen sind von Episoden aus der Passion und dem Leben Christi inspiriert. Für kulturinteressierte Besucher liegt der Reiz deshalb in der Verbindung von Raum, Bild und religiöser Erzählung: Die Kunstwerke stehen nicht isoliert, sondern sind in die Gebäude des Komplexes eingebunden. In der Kirche San Vivaldo befindet sich das Gemälde „Madonna con Bambino in gloria con San Giovanni, San Girolamo, San Francesco e San Vivaldo“. Die Kirche selbst ist ein einfacher einschiffiger Bau franziskanischer Prägung, der auf einer älteren Struktur errichtet wurde. Unter dem Altarbild werden die Reliquien des heiligen San Vivaldo in einer Urne aus dem 15. Jahrhundert aufbewahrt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Kirche S. Maria Assunta e S. Francesco. Dort befinden sich eine glasierte Terrakotta-Krippe, die Benedetto Buglioni zugeschrieben wird, sowie das Gemälde „Vergine e santi“, das Raffaellino del Garbo zugeschrieben wird. Diese beiden Zuschreibungen machen die Kirche zu einer eigenständigen Station innerhalb des kulturellen Rundgangs.Der Andachtsschwerpunkt Santo Sepolcro
Die Kapelle Santo Sepolcro bildet den Andachtsschwerpunkt des Komplexes. Ihre besondere Wirkung beruht auch auf ihrer ungewöhnlichen Gliederung: Sie besteht aus einem quadratischen Vorraum und einer kreisförmigen Grabkammer. In einem Sarkophag der Grabkammer befindet sich eine unbemalte Statue des toten Christus. Der Weg durch den Komplex endet sinngemäß an der Kapelle Noli me tangere, wo Maria Magdalena den auferstandenen Christus erkennt. Für die historische Orientierung gehört auch der ehemalige Heuboden des Klosters San Vivaldo zum Bild des Ortes. Er diente als Ort für Kasse und Buchladen; die Bezeichnung „ehemalig“ bewahrt dabei den historischen Status dieser Nutzung.Wandern zwischen Montaione und San Vivaldo
San Vivaldo ist außerdem in ein von der Gemeinde Montaione angelegtes Wegenetz von 100 Kilometern eingebunden. Die Trekkingroute Montaione–Tre Ponti–San Vivaldo führt an den Kapellen der Jerusalem of San Vivaldo vorbei und verbindet damit eine Wanderung mit den kulturellen Stationen des Komplexes. Eine andere Wahl ist die Variante Montaione–Fiume Egola. Sie überquert den Fluss Egola, der auch Evola genannt wird. Der Abschnitt entlang des Flusses richtet sich eher an erfahrene Wanderer und sollte bei starkem Regen gemieden werden. Diese klare Unterscheidung ist wichtig, wenn Sie zwischen einer Route mit Kapellen und einer Variante mit Flussquerung wählen möchten. Zur weiteren regionalen Orientierung: [Zona Industriale Comiti](Zona Industriale Comiti), [Alberi](Alberi), [Sughera](Sughera) und [Iano](Iano).Zur übergeordneten Reiseübersicht: Montaione.
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