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Iano entdecken: Thermalwasser, Wald und Kultur in der Toskana

Unterkünfte in Iano

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Iano zwischen Wald, Geologie und Ortsgeschichte

Wenn Sie in der Toskana nicht nur bekannte Kunststädte, sondern auch einen Ort mit eigener Landschafts- und Kulturgeschichte kennenlernen möchten, bietet Iano mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte. Bei Iano tritt an einer Quelle Thermalwasser an die Oberfläche und lagert travertinhaltige Fossilien ab. In der Umgebung gibt es zudem zahlreiche fossile und mineralische Überreste. So verbindet sich die Ortsgeschichte mit einer an verschiedenen Stellen sichtbaren Geologie.

Landschaft mit besonderen Gesteinen

Die Hügel in der Umgebung von Iano stammen aus dem Pliozän, also aus der Zeit vor etwa 8 Millionen Jahren. Iano liegt nahe dem Waldgebiet Selva di Camporena zwischen Valdelsa und Valdera. In den Travertinbänken rund um Iano treten durch Risse Gänge einer Kalkalabaster-Varietät zutage, die gewöhnlich als Onyxalabaster bezeichnet wird. Diese Bezeichnung sollte dabei genau genommen werden: Sie beschreibt die Varietät, ohne eine zusätzliche Aussage über ihre Nutzung oder Zugänglichkeit zu treffen. Bei Iano liegt außerdem die Falesia Masso del Becco, die nach Südwesten ausgerichtet ist. Der Hügel zwischen Iano und Palagio, auf dessen Gipfel das Santuario della Pietrina steht, gilt als eine von drei Inseln der Toskana, die im Karbon entstanden sind. Vom Santuario della Pietrina reicht der Blick weit über die Valdera und ihre sanften Hügel bis nach Volterra.

Von der etruskischen Spur bis zur Krippenstraße

Im Zentrum von Iano steht die Chiesa di Sant’Andrea in Alliano, die erstmals im Jahr 1004 erwähnt wird. Bei Iano wurde außerdem ein etruskischer Grabstein mit der Darstellung eines Kriegers gefunden, der auf das 5. Jahrhundert v. Chr. datiert wird. In der Ortschaft sind Reste des Castello di Camporena erhalten. Auch die jüngere Geschichte des Ortes ist mit den vorhandenen Rohstoffen verbunden. Nach einer landwirtschaftlichen Krise wurde Iano in der Nachkriegszeit durch den Abbau von Travertin, Serpentin, Onyx und Quecksilber bekannt. Eine andere Form des Ortsbildes zeigt die Tradition Presepi nel Borgo: Seit 2009 wird Iano ab dem 8. Dezember durch eine Krippenstraße lebendig. Die Ausstellung erstreckt sich auf einer Länge von etwa einem Kilometer durch die Gassen bis zu den verstreut liegenden Häusern.

Wege zur Pietrina und nach Pian delle Querce

Für die Anreise erreicht man Iano von Montaione aus über die Straße, die durch San Vivaldo in Richtung Villamagna führt. Von Iano führt die Straße nach Palagio weiter über eine steile Gasse zum Santuario della Pietrina. Unterhalb des Santuario della Pietrina führt ein ausgeschilderter Weg durch dichte Vegetation bis zur Falesia Masso del Becco. Ein weiterer Weg zum Santuario della Pietrina führt durch die Steineichen und Kiefern der Selva di Camporena. Von Iano aus führt außerdem ein Wanderweg nach Pian delle Querce, der ganzjährig zu Fuß begehbar ist. Ein Abstecher vor dem Aufstieg nach Pian delle Querce führt zu einer seltenen natürlichen Population von Eiben. In der näheren Umgebung des Santuario della Pietrina findet am letzten Sonntag im September eine feierliche Prozession statt. Damit stehen neben Landschaft und Geologie auch wiederkehrende kulturelle Anlässe und konkrete Wegziele im Mittelpunkt Ihrer Orientierung. Für die weitere Recherche innerhalb dieses Umfelds finden Sie auch Sughera, Alberi, San Vivaldo und Zona Industriale Comiti.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Montaione.

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