Montaione – mittelalterliches Dorf, Glaskunst und Valdelsa
Unterkünfte in Montaione
Montaione zwischen Dorfgeschichte und Valdelsa
Montaione liegt auf 341 Metern über dem Meeresspiegel und überblickt die Valdelsa. Das Zentrum ist ein kleines mittelalterliches Dorf, in dem seit Beginn des 14. Jahrhunderts die Glaskunst ausgeübt wurde. Damit verbindet der Ort eine klar erkennbare historische Gestalt mit einer langen handwerklichen Tradition – ein Ausgangspunkt für alle, die in der Toskana Kultur, Landschaft und lokale Besonderheiten in einem überschaubaren Rahmen entdecken möchten.Historische Spuren im Ortskern
Das Museo Civico Sezione Archeologica di Montaione präsentiert paläontologische und archäologische Zeugnisse etruskischer und römischer Siedlungen. Im historischen Zentrum befindet sich an der Piazza della Repubblica die Chiesa di San Regolo. Auch der Palazzo Pretorio erzählt von der Verwaltungsgeschichte des Ortes: Seine Fassade ist mit Wappen aus Stein und glasierter Terrakotta geschmückt. Sie stellen Familien von Persönlichkeiten dar, die über Jahrhunderte wichtige Ämter in der Gemeindeverwaltung innehatten, darunter Davanzati, Cateni, Pescioni und Guardini. Zu den älteren Zeugnissen gehört die Cisterna Romana aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. Sie liegt etwa einen Kilometer entlang der Provinzstraße von Montaione nach Gambassi. Die Chiesa di San Floriano wurde ursprünglich um das Jahr 1000 aus lokalem Stein erbaut und ist romanisch gestaltet. Eine befahrbare Rampe ermöglicht dort den Zugang auch für Menschen mit Behinderungen. In der Mostra permanente degli antichi mestieri dokumentieren bestimmte Arbeitsgeräte die Handwerke, die Ernesto Gennaro Cecconi während seines Lebens ausgeübt hat.San Vivaldo, Wege und besondere Ausflugsziele
Ein eigenständiger Kulturort ist die Gerusalemme di [San Vivaldo (San Vivaldo)]. In einem Waldgebiet sind Kapellen und kleine Tempel so angeordnet, dass sie den Grundriss des damaligen Jerusalem maßstabsgetreu nachbilden. Der Komplex enthält außerdem Fresken und Terrakotta-Skulpturengruppen in Kalttechnik der Robbiana-Schule, die Episoden aus der Passion und dem Leben Christi zeigen. Für einen Rundgang durch Montaione bietet sich das Trekking Urbano an: Der Spaziergang führt durch die alten Straßen des Ortskerns und zu historischen Orten. Das Castello di Vignale ist von der Straße zwischen San Vivaldo und [Iano (Iano)] aus zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Besichtigt werden können die Überreste der Burg zusammen mit der kleinen Kirche und einer nahe gelegenen alten Mühle.Waldlandschaft, Radfahren und Via Francigena
Das geschützte Gebiet Alta Valle del Torrente Carfalo ist etwa 220 Hektar groß, überwiegend bewaldet und umfasst jahrhundertealte, monumentale Eiben, einen alten Buchenwald sowie die klaren Wasser des Bachs Carfalo. Für die Montaione MTB Trail Area können Mountainbike-Routen im KML- und GPX-Format für GPS-Geräte heruntergeladen werden. Auch die Via Francigena lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch die sanften Hügel dieser Landschaft erkunden.Trüffel, Brot und Olivenöl
Montaione hat eine historische Tradition des Trüffelsammelns, die bis in die frühen 1900er-Jahre zurückreicht. Zwischen Ende Oktober und Anfang November findet die „Tartufesta“ statt, ein Markt für den kostbaren Trüffel. Montaione trägt die Bezeichnungen „Città del pane“, „Città del Tartufo“ und „Città dell’olio“. Für die Anreise mit der Bahn ist der nahe gelegene Bahnhof Castelfiorentino relevant; er liegt etwa 10 Kilometer entfernt. Von dort kann die Weiterfahrt mit Taxi oder Bus erfolgen.Weitere Orte: [Alberi (Alberi)], [Sughera (Sughera)] und [Zona Industriale Comiti (Zona Industriale Comiti)].
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