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Sant'appiano: Pieve, Antiquarium und Geschichte

Unterkünfte in Sant'appiano

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wer sich auf der Toskana-Reise für sakrale Baukunst, Archäologie und Kunst interessiert, findet in Sant'appiano mehrere konkrete Anknüpfungspunkte: die Pieve di Sant'Appiano, das dort untergebrachte Antiquarium und Funde aus verschiedenen Fundgebieten. Die Pieve steht auf einem malerischen Hügel, der von hohen Zypressen umgeben ist.

Die Pieve und ihre historischen Wege

Die Pieve di Sant'Appiano wurde bereits in einem Dokument aus dem Jahr 990 erwähnt. Sie bewahrt vorromanische Bauelemente, darunter Teile des linken Kirchenschiffs, die Apsis und die Krypta. Damit verbinden sich eine frühe schriftliche Erwähnung und konkrete architektonische Bestandteile, die unterschiedliche Bereiche des Kirchenbaus benennen.

Die Pieve ist die erste Station des Rundgangs „Luoghi e storie dell’arte romanica: un viaggio tra pievi e chiese medievali“. Ein weiterer, davon zu unterscheidender Wegbezug ist der Rundweg „Anello di Sant'Appiano“, der an der Pieve beginnt. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegarrangements. Beim Rundgang steht die Pieve am Anfang einer Route zur romanischen Kunst und zu mittelalterlichen Kirchen; beim Anello ist sie der Startpunkt des Rundwegs.

Archäologische Funde im Antiquarium

Das Antiquarium Sant'Appiano ist in der Pieve untergebracht. Es enthält archäologische Funde aus Sant'Appiano, San Martino ai Colli und Semifonte. Etruskische Grabbeigaben stammen aus Gräbern, die in San Martino ai Colli entdeckt wurden. Sie reichen zeitlich vom 7. bis zum 2. Jahrhundert v. Chr.; ihre Herkunft und Datierung geben ihnen einen klaren Bezug zu diesem Fundgebiet und einem langen Zeitraum.

Zu den ausgestellten Stücken gehört ein rotfiguriger Säulenkrater aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Außerdem wird eine hellenistische Alabasterurne gezeigt. Ihr Relief stellt den Raub der Proserpina dar, während der Deckel mit einer halbliegenden männlichen Figur verziert ist. Der Säulenkrater und die Urne unterscheiden sich sowohl durch ihr Material und ihre Form als auch durch ihre Bildgestaltung.

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Im zweiten Saal ist eine Sandsteinskulptur zu sehen, die einen Putto zeigt, der auf einem Hund reitet. Das einzige im Antiquarium ausgestellte Gemälde ist eine Tafel mit der Madonna mit dem Kind, Johannes dem Täufer, dem heiligen Antonius von Padua und zwei Engeln. Sie wurde vom Maestro di Signa gemalt, einem anonymen Künstler der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Tafel setzt damit einen zeitlichen Kontrast zu den antiken Fundstücken.

Weitere Zeitschichten von Sant'Appiano

In der Nähe der Pieve wurden archäologische Überreste eines Komplexes aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. entdeckt. Ein anderer historischer Bezug ist das antike Baptisterium von Sant'Appiano, das 1805 infolge eines Erdbebens einstürzte. Die Funde nahe der Pieve und das Einsturzdatum des Baptisteriums verweisen auf unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte. Zusammen mit der Erwähnung der Pieve im Jahr 990 und den Objekten des Antiquariums entsteht ein zeitlicher Bogen von archäologischen Spuren bis zu Kunst aus dem 15. Jahrhundert.

Weitere Reiseziele entdecken: San Filippo A Ponzano, Vico D'elsa, Monsanto, Marcialla.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Barberino Val D'elsa.

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