Pulicciano entdecken: Wege, Geschichte und Erinnerungsorte
Unterkünfte in Pulicciano
Pulicciano verbindet Wege am Pratomagno mit historischen Orten und Erinnerungszeichen. Das Sentiero della Memoria erreicht Pulicciano und führt an einem Gedenkstein vorbei, der an das Massaker an dem 29-jährigen Pfarrer Don Bianco Cotoneschi und seinem Küster erinnert; beide waren von deutschen Soldaten als Geiseln genommen worden. Wenn Sie in der Toskana Kultur und Bewegung miteinander verbinden möchten, bietet der Ort dafür mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte.
Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Das Sentiero della Memoria verläuft unterhalb der Hänge des Pratomagno und erinnert an die im Widerstand Gefallenen. Der Rundweg von Pulicciano beginnt an der Kirche Sant’Andrea und folgt den Markierungen der CAI-Wege Nr. 20 und 33. Eine weitere Möglichkeit für einen Weg direkt im Ort ist die Via del Bacio, ein Fußweg in Pulicciano. Damit können Sie bei Ihrer Auswahl zwischen einer kulturhistorisch geprägten Strecke, einem Rundweg und einem innerörtlichen Fußweg unterscheiden, ohne die verschiedenen Themen zu vermischen. Der CAI-Weg 920 Pratomagno zeigt dagegen besonders deutlich den Wechsel der Landschaft. Er führt zunächst durch Ackerflächen mit Weinbergen und Olivenhainen, anschließend durch Laubwald und weiter oben durch Buschvegetation und Grasland. An mehreren Stellen bietet der Weg Ausblicke über das Valdarno. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich dadurch ein konkretes Landschaftsbild: Die Strecke verbindet landwirtschaftlich geprägte Abschnitte mit Wald, höher gelegener Vegetation und Fernblicken. In der Umgebung von Pulicciano überquert der CAI-Weg 33 auf dem Abschnitt von La Lama zur Villa di Pulicciano die romanische Brücke über den Wildbach Faella. Die Brücke wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert erbaut und verbindet zwei Täler des Pratomagno. Sie ist damit nicht nur ein Bestandteil des Wegverlaufs, sondern auch ein eigenständiger historischer Bezugspunkt in der Umgebung von Pulicciano.Geschichte, Kirche und lokale Erinnerung
Pulicciano wird ab 1191 als Burg erwähnt. Die Kirche Sant’Andrea a Pulicciano steht seit dem 17. April 2015 unter architektonischem Denkmalschutz und gehörte historisch zum Pfarrbezirk von Scò. Nahe der Kirche wurde das Monumento ai caduti zur Wahrung des historischen Gedenkens restauriert. Die Lapide di Pulicciano erinnert an die Tötung des Pfarrers Don Bianco Cotoneschi am 1. August 1944. Zusammen mit dem Sentiero della Memoria entsteht so ein historischer Schwerpunkt, der sich über Weg, Kirche und Erinnerungszeichen erschließt. Auch die Festa del Perdono findet in Pulicciano als wiederkehrendes lokales Fest statt. Sie ergänzt die dauerhaft sichtbaren historischen Zeugnisse um einen wiederkehrenden Anlass im Ortsleben. Für Besucher, die nicht nur Landschaft suchen, sondern auch die Geschichte eines Ortes nachvollziehen möchten, liegen in Pulicciano deshalb mehrere unterschiedliche Themen eng beieinander, ohne dass sie auf eine einzige Sehenswürdigkeit reduziert werden müssen. Wenn Sie Ihre Auswahl über Pulicciano hinaus erweitern möchten, finden Sie als weitere Ziele [Montebenichi](Montebenichi), [Subbiano](Subbiano), [Loro Ciuffenna](Loro Ciuffenna), [Terranuova Bracciolini](Terranuova Bracciolini), [Colcellalto](Colcellalto), [Bibbiena](Bibbiena), [Gricignano](Gricignano) und [Sodo](Sodo).Zur übergeordneten Reiseübersicht: Arezzo.
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