Levane: Geschichte, Panoramablick und Naturraum

Levane verbindet eine vielschichtige Ortsgeschichte mit einer Landschaft, deren geologische Vergangenheit bis in die vergangenen eine Million Jahre zurückreicht. Für Sie entsteht dadurch ein Reiseziel, bei dem historische Spuren, ein weiter Blick über Teile des Valdarno aretino und ein geschützter Naturraum nebeneinanderstehen. Wer eine Unterkunft in Levane sucht, kann den Ort deshalb unter verschiedenen Gesichtspunkten kennenlernen: über Levane Alta als historisches Zentrum, über die Zeugnisse rund um das frühere Castello di Leona oder über die Landschaft in der Nähe des Ortes.

Landschaft mit geologischem Gedächtnis

In der Nähe von Levane prägt das 3,4 Millionen Kubikmeter große Gewässer des Staubeckens des ENEL-Staudamms das Naturschutzgebiet Valle dell’Inferno e Bandella. Dieser konkrete Landschaftsbezug gibt der Umgebung ein deutliches Profil, ohne dass Levane auf ein einzelnes Naturerlebnis reduziert werden muss. Auch die Hügel in der Nähe des Ortes sind für Paläontologen und Paläoklimatologen von großem Interesse. Während Paläontologen sich mit der Entwicklung des Lebens in der Vergangenheit befassen, untersuchen Paläoklimatologen frühere Klimaverhältnisse. Die geologischen Schichten bei Levane dokumentieren Klimaveränderungen im Verlauf der vergangenen eine Million Jahre. Für Ihre Erkundung ist außerdem der Hügel von Levane Alta wichtig: Von dort bietet sich ein weiter Panoramablick über Teile des Valdarno aretino. Damit stehen in Levane nicht nur einzelne historische Bauwerke im Mittelpunkt, sondern auch die landschaftliche Einordnung des Ortes und die geologischen Spuren, die in seiner Umgebung erhalten sind.

Levane Alta und die Geschichte des Ortes

Levane Alta bildet das historische Zentrum von Levane und ist zugleich der Geburtsort des italienischen Dichters und Juristen Jacopo da Leona. Die befestigte Siedlung wurde als „corte di Leuna“, also als bewohntes Dorf, bezeichnet. Den Namen Levane Alta erhielt sie, als zwischen 1278 und 1279 am rechten Ufer des Torrente Ambra die eigentliche tiefer gelegene Siedlung Levane zu entstehen begann. Diese Entwicklung erklärt die besondere Unterscheidung zwischen dem historischen Zentrum auf der Anhöhe und der später entstandenen Siedlung in tieferer Lage. Auch die Verkehrsgeschichte gehört zur Ortsgeschichte: Die historische Strada Regia Aretina verlief durch Levane. Auf dem Poggio di Monteleoni bei Levane Alta befindet sich außerdem das Santuario di Santa Maria della Ginestra. In diesem Heiligtum ist das Fresko „La Madonna con la Cintola“ aus dem 13. Jahrhundert erhalten. Für kulturinteressierte Reisende bietet Levane damit mehrere unterschiedliche historische Anknüpfungspunkte, von der Ortsstruktur über eine historische Verkehrsverbindung bis zu einem überlieferten Kunstwerk.

Archäologische Spuren bei Castelvecchio

In der Ebene von Castelvecchio befand sich das Castello di Leona. Im Umfeld wurden spätetruskische Keramikfragmente mit schwarzer Bemalung, Keramikscherben aus römischer und frühmittelalterlicher Zeit sowie ein etruskischer Brunnen gefunden. Im Gebiet von Levane wurden außerdem Überreste menschlicher Bearbeitungen entdeckt. Diese Funde machen die lange Nutzungsgeschichte der Gegend sichtbar, ohne die einzelnen Epochen zu einer ununterbrochenen Sehenswürdigkeit zusammenzufassen. Zur weiteren Orientierung können Sie auch San Pancrazio, Cennina, Badia A Ruoti, San Leolino, Solata, Badia Agnano, Pogi und Capannole in Ihre Suche einbeziehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bucine.

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