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Campriano – Castellare, Kirchenkunst und Panoramablicke

Unterkünfte in Campriano

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Campriano ist kein bloßer Punkt in der toskanischen Hügellandschaft, sondern ein historisch bedeutendes Castellare an der antiken Verbindung zwischen Siena und der Maremma. Sichere Nachrichten über den Ort sind seit dem Jahr 943 überliefert. Zugleich war Campriano ein Dorf freier Menschen, das mit der nahe gelegenen Via Francigena verbunden war.

Anreise und Landschaft am Ort

Die öffentliche Nebenstraße Via Vicinale di Campriano verläuft von der Gemeindegrenze zu Monteroni d’Arbia am Bach Stile bis zum Ortsteil Campriano und ist 0,600 Kilometer lang. Die Anfahrt von Siena nach Campriano kann über 10 Kilometer Schotterstraße auf der SP34Bis entlang der Panoramakämme der Crete Senesi führen. Die Zufahrtsbeschreibung verbindet den Ort dadurch unmittelbar mit einer charakteristischen Landschaftsroute, ohne dass daraus eine bestimmte Fahrzeit oder ein bestimmter Straßenzustand abgeleitet werden sollte. Campriano liegt am Zusammenfluss zweier kleiner Bäche. Der größere, der Stile, mündet bei Buonconvento in den Fluss Arbia. Die Quelle „i Pozzini“ entspringt unmittelbar unterhalb der Gebäude von Campriano und wird nach überlieferter Beschreibung weiterhin genutzt. Auch die Quelle „la Vena“ wird nach überlieferter Beschreibung weiterhin genutzt und liegt in sehr geringer Entfernung von den Gebäuden des Ortes.

Befestigungen und Kirchenkunst

Zu den erhaltenen Befestigungsanlagen von Campriano gehören zwei Mauerebenen, eine fünfeckige obere Ebene und die Reste zweier Türme. Die Burg von Campriano wurde vor ihrer Zerstörung im Jahr 1368 mehrfach zerstört und wiederaufgebaut. Diese Abfolge macht die Anlage nicht nur über ihre verbliebenen Mauerzüge, sondern auch über ihre wechselvolle Geschichte greifbar. Ein weiterer kultureller Schwerpunkt ist die Kirche San Giovanni Battista. Sie hat einen großen Teil ihrer älteren Bausubstanz bewahrt. Im Inneren befinden sich Fresken mit den fünfzehn Rosenkranzgeheimnissen. Der linke Altar bewahrt Wandmalereien aus dem späten 16. Jahrhundert, deren erzählerische Tonalität an Ventura Salimbeni erinnert. Wer eine Reise durch die Toskana mit kleineren historischen Orten und Kunst abseits der großen Stadtmuseen verbindet, findet hier mehrere klar unterscheidbare Themen an einem Ort: Befestigung, Sakralbau und Malerei.

Wein, Olivenöl und Radsport

Campriano ist ein 350 Hektar großes landwirtschaftliches Gut, das Wein und Olivenöl produziert. Im Agriturismo Campriano werden Verkostungen angeboten. Damit gehört neben der Geschichte auch die landwirtschaftliche Seite der Toskana zum örtlichen Profil, ohne dass daraus bestimmte Unterkunftsmerkmale abgeleitet werden können. Auf der Zufahrtsstrecke nach Campriano findet die Veranstaltung „Strade Bianche“ für Profiradsportler statt. Auf derselben Zufahrtsstrecke findet „L’Eroica“ für Liebhaber des historischen Radsports statt. Campriano ist dadurch mit zwei unterschiedlichen Radsporttraditionen verbunden: dem professionellen Rennen auf weißem Untergrund und dem historischen Radsport. Von Campriano aus bietet sich ein weiter Panoramablick über die Crete Senesi, das Val d’Orcia und den Amiata bis zum Profil des Chianti.
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