Isola Santa: See, Geschichte und Wege zum Monte Corchia

Isola Santa verbindet einen künstlich entstandenen See mit einer vielschichtigen Ortsgeschichte und Wegen in die Landschaft der Apuanischen Alpen. Wenn Sie für Ihre Reise Kultur, Wasser und Bewegung miteinander verbinden möchten, finden Sie hier mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte: die ehemalige Kirche San Jacopo, archäologische Spuren aus der Frühgeschichte, einen leichten Uferweg zur Pollaccia und Wanderwege zum Monte Corchia.

See, Staumauer und die Geschichte des Ortes

Der See von Isola Santa ist kein natürlicher Bergsee. Er entstand durch das Aufstauen des Torrente Turrite Secca an einer Staumauer, die 1948–49 errichtet wurde. Die Entstehung des Sees veränderte die Landschaft dauerhaft: Durch die 1949 angelegte Wasserkraftstaumauer wurden die Überreste der alten Mulino Mosceta überflutet. Damit begegnen Ihnen am Wasser nicht nur eine Landschaftsform, sondern auch Spuren einer früheren Nutzung des Tals. Zur historischen Einordnung gehört außerdem die Lage an einer Straße, die die Garfagnana mit der Versilia verband. Isola Santa steht dadurch für einen Ort, dessen Bedeutung auch aus seiner Verbindung zwischen diesen beiden Gebieten hervorgeht. Ein sichtbarer kultureller Bezug ist die Kirche San Jacopo. Sie wird bereits im Jahr 1260 erwähnt und ist heute profaniert. Für Ihren Besuch lässt sich dieser Aspekt mit den Landschaftseindrücken am See verbinden, ohne die Geschichte des Ortes auf ein einzelnes Bauwerk zu reduzieren. Archäologische Ausgrabungen erweitern das Bild noch weiter. Sie belegten in Isola Santa eine Freiluftsiedlung, die in der späten Phase des Paläolithikums und anschließend im Mesolithikum bewohnt war. Der Ort reicht damit in eine Zeit zurück, die deutlich vor der schriftlich erwähnten Kirche liegt.

Spaziergang, Quellen und Wege zum Monte Corchia

Für eine kürzere Aktivität führt ein leichter Spazierweg am rechten Ufer des Sees entlang zur Pollaccia. Pollaccia gehört zu den bedeutenden Quellen im Gebiet der Apuanischen Alpen. Dieser Weg setzt einen anderen Schwerpunkt als die Wanderwege zum Monte Corchia: Hier steht der Verlauf am See und das Ziel an einer bedeutenden Quelle im Vordergrund, während die Wege zum Monte Corchia den Ort mit einem benannten Bergziel verbinden. Auch die Angelmöglichkeit ist klar geregelt. In Isola Santa gibt es ein speziell geregeltes Angelgebiet, das von zahlreichen Anglern zum Fang von Bachforellen genutzt wird. Wenn Sie sich für diese Form der Freizeitgestaltung interessieren, ist die Regelung des Gebiets Teil der örtlichen Besonderheit und sollte bei der Planung berücksichtigt werden.

Anreise und weitere Auswahl

Isola Santa ist mit dem Auto erreichbar; anschließend folgt ein kurzer Fußweg. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist ebenfalls beschrieben: Sie fahren mit dem Zug bis Castelnuovo Garfagnana und anschließend mit dem Bus E36 bis Isola Santa. Damit stehen zwei unterschiedlich organisierte Anreisewege zur Verfügung, ohne dass daraus eine bestimmte Unterkunft oder ein bestimmtes Verkehrsmittel abgeleitet werden muss. Wenn Sie Ihren Aufenthalt anhand von Kultur, See und Spazierwegen auswählen möchten, bietet Isola Santa dafür mehrere deutlich unterscheidbare Themen an. Für Ihre weitere Orientierung können Sie außerdem Pierdiscini aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Careggine.

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