Marciana – Monte Capanne, Festung und historische Gassen

Marciana verbindet die Lage an den Hängen des Monte Capanne mit einem Ortsbild, das bis heute eine für ein mittelalterliches Dorf typische architektonische Gestalt bewahrt. Die auf 375 Metern über dem Meeresspiegel gelegene Höhensiedlung ist durch dicht aneinandergefügte Häuser geprägt, die beinahe wie Wehrmauern wirken, sowie durch zahlreiche mit Granit gepflasterte Gassen. Wenn Sie auf Ihrer Reise Natur, Geschichte und unterschiedliche Tagesrhythmen verbinden möchten, finden Sie hier markante Wege und eine ungewöhnlich dichte Folge kulturhistorischer Themen.

Zum Monte Capanne: Wanderweg oder Cabinovia

Der Sentiero Elba Nr. 101 führt von Marciana zum Monte Capanne. Der Weg ist 3,6 km lang, die durchschnittliche Gehzeit beträgt 2 Stunden und 45 Minuten, und der Schwierigkeitsgrad ist EE. Der Sentiero Elba Nr. 101 gilt als wichtigste und einfachste Route zum Gipfel des Monte Capanne. Für die Wahl zwischen einem Aufstieg und einer Bergfahrt bietet die Cabinovia Marciana-Monte Capanne eine andere Form des Zugangs: Sie erreicht in 18 Minuten die Nähe des Gipfels. Ihre Talstation liegt in Località Pozzatello in Marciana.

Über den Sentiero Nr. 101 ist von Marciana Alta aus außerdem das Romitorio di San Cerbone erreichbar. Der Weg führt durch Kastanienwälder und entlang lebhafter Bäche. Die Geschichte des Romitorio wird bis ins 6. Jahrhundert zurückgeführt; erstmals schriftlich erwähnt wurde es 1421. Ein weiterer Weg führt von Marciana zum Santuario della Madonna del Monte: Über die mittelalterliche, gepflasterte Via Pomontinca ist das Heiligtum zu Fuß in etwa 30 Minuten erreichbar.

Festung, Museen und Münzgeschichte

Die Fortezza Pisana wurde im 12. Jahrhundert von der Republik Pisa erbaut und im 15. Jahrhundert durch vier Bastionen mit pfeilspitzenförmigem Mauerwerk verändert. Ihr Wehrgang eröffnet von den oberen Bastionen Ausblicke von Marciana Marina über Enfola und Portoferraio, mit Piombino und dem Monte Capanne im Hintergrund. Die Geschichte der Festung gehört damit ebenso zum Ortsbild wie die gepflasterten Gassen.

Das Museo Civico Archeologico di Marciana war die erste Museumseinrichtung auf Elba und vermittelt einen historischen Überblick vom Paläolithikum bis zum 18. Jahrhundert. Es befindet sich in einem Raum des ehemaligen Prätorenpalasts der Stadt. Einen engeren zeitlichen Ausschnitt zeigt das Museo Didattico Numismatico della Zecca: Die Sammlung umfasst Münzen, die im Fürstentum Piombino zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert geprägt wurden. Das Museum liegt im Erdgeschoss des Palazzo Appiani in Marciana, im Bereich „ZECCA“, in dem eine numismatische Ausstellung eingerichtet wurde.

Kirchen, Landschaft und regionale Tradition

Die Chiesa Parrocchiale di Santa Caterina wurde im 16. Jahrhundert an der Stelle einer älteren Kapelle Santa Maria errichtet; diese wurde in den Neubau integriert. Die Pieve di San Lorenzo liegt an der SP 34, der sogenannten Straße „civillina“, etwa auf halber Strecke zwischen Marciana und Poggio. Ergänzend bietet die Casa del Parco in Marciana didaktische Ausstellungen über die terrestrische und marine Flora und Fauna des Gebiets.

Auch die sechste Ausgabe der Settimana delle castagne umfasste traditionelle Feste wie die Festa d’Autunno in Marciana und die Castagnata in Poggio sowie Ausflüge, Spaziergänge, Musik, Theater und kulturelle Begegnungen. Für Ihre weitere Ortsauswahl können Sie ChiessiChiessi, La GuardiaLa Guardia, Marciana MarinaMarciana Marina, ProcchioProcchio, PomontePomonte und PoggioPoggio aufrufen. Ebenso stehen Porto AzzurroPorto Azzurro und Rio MarinaRio Marina zur Verfügung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Elba.

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