Rosia – romanische Pieve, Wege und Landschaft
Unterkünfte in Rosia
Rosia verbindet romanische Kunst, historische Wege und eine eindrucksvolle Landschaft rund um den Torrente Rosia. Wenn Sie für Ihre Reise durch die Toskana nicht nur eine einzelne Sehenswürdigkeit, sondern unterschiedliche kulturelle und landschaftliche Eindrücke suchen, bietet der Ort mehrere klar unterscheidbare Anlaufpunkte. Besonders interessant ist die Verbindung aus Ortsgeschichte, Wanderwegen, Brückenbau und Geologie.
Romanische Kunst im Zentrum von Rosia
Im Zentrum von Rosia steht die romanische Pieve di San Giovanni Battista. In ihrem Inneren befindet sich auf dem rechten Seitenaltar ein Gemälde von Guidoccio Cozzarelli. Es zeigt die thronende Madonna mit dem Kind zwischen dem heiligen Sebastian und dem heiligen Antonius dem Großen. Damit besitzt die Kirche neben ihrer romanischen Architektur auch ein konkretes kunstgeschichtliches Detail, das den Besuch über eine reine Außenbesichtigung hinausführt. Auch der Glockenturm verdient einen genaueren Blick. Seine Ebenen sind durch ein-, zwei-, drei- und vierteilige Öffnungen gegliedert.Der Sentiero 114 beginnt an der Pieve
Der markierte Sentiero 114 ist der Wanderweg von Rosia nach Tonni. Sein Ausgangspunkt liegt an der romanischen Pieve di San Giovanni Battista im Zentrum von Rosia. Zunächst verläuft der Weg über die Via della Parrocchia und die Via di Mezzo. Für Ihre Orientierung ist damit nicht nur das Ziel Tonni festgehalten, sondern auch der konkrete Beginn der Route im Ortskern. Eine weitere historische Wegverbindung führt von der Ponte della Pia aus weiter. Ein Waldweg folgt den Resten einer alten Straße namens „Manliana“ und führt zur Eremo di Santa Lucia. Dieser Weg stellt eine eigene Möglichkeit dar, Landschaft und historische Wege miteinander zu verbinden, ohne die Route des Sentiero 114 mit ihm gleichzusetzen. Die Ponte della Pia selbst geht in ihrem heutigen Erscheinungsbild wahrscheinlich auf Arbeiten um das 13. Jahrhundert zurück. Damals war sie ein wichtiger Übergang der antiken Via Massetana zwischen Siena und Massa Marittima. Der Überlieferung zufolge ist ihr Name mit Pia de’ Tolomei verbunden, einer sienesischen Adligen, die Dante Alighieri im fünften Gesang des Purgatorio erwähnt. Die Brücke kann überquert werden, obwohl sie kein Geländer hat; dabei ist Vorsicht geboten.Wasserfall, Fraktursystem und die Ebene der Merse
Unterhalb der Ponte della Pia liegt bei einem kleinen Wasserfall das Geosite des Torrente Rosia und des Fraktursystems. Ein Fraktursystem bezeichnet hier ein System von Brüchen im Gesteinskörper. Der dazugehörige Lehrpfad veranschaulicht, wie diese Brüche den Lauf eines Baches beeinflussen können. Im Bereich des Fraktursystems entsteht außerdem ein sieben Meter hoher Wasserfall. Die Area Archeologica Malignano liegt am Ende einer engen Schlucht, die der Torrente Rosia zwischen den Hügeln der Montagnola eingeschnitten hat. Dort öffnet sich die Landschaft zur Ebene, die vom Fluss Merse durchquert wird. In der archäologischen Stätte wurden 18 Kammer- und Schachtgräber einer noch nicht vollständig ausgegrabenen Nekropole freigelegt. Die Gräber sind in Kalkstein gehauen und geben dem Landschaftsraum eine weitere historische Dimension. Wenn Sie anschließend weitere Ziele vergleichen möchten, führen die Seiten zu Carpineto und Stigliano zu zusätzlichen Orten innerhalb des Toskana-Angebots.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sovicille.
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