Casanova
Unterkünfte in Casanova
Casanova verbindet eine bemerkenswerte Ortsgeschichte mit konkreten Wegen durch die Landschaft. Für Ihren Aufenthalt stehen dabei zwei unterschiedliche Zugänge offen: Sie können sich mit der Kirche San Bartolomeo und den Spuren der früheren Befestigung beschäftigen oder Casanova über benannte Routen zu Fuß, mit dem Mountainbike oder zu Pferd erreichen. So bleibt der Ort sowohl für Kulturinteressierte als auch für Reisende interessant, die ihre Tage in der toskanischen Landschaft aktiv gestalten möchten.
San Bartolomeo und die Geschichte von Casanova
Die Kirche San Bartolomeo steht an der Stelle der alten, abgetragenen Festung. Damit verbindet sich der heutige Sakralbau unmittelbar mit der historischen Entwicklung des Ortes. Casanova war eine ehemalige feudale Burg, die sich 1164 zusammen mit anderen Burgen im Valdera-Gebiet gegen Pisa erhob. Deshalb wurde sie von den Pisanern geschleift. Die Geschichte ist somit nicht nur ein zeitlicher Hintergrund, sondern auch mit dem Platz verbunden, an dem die Kirche errichtet wurde.
Im Inneren der Kirche befinden sich drei bemalte Terrakottastatuen. Dargestellt ist die Madonna mit Kind zwischen Johannes und Bartholomäus. Die Figuren werden Giovanni Gonnelli zugeschrieben, der auch „der Blinde von Gambassi“ genannt wurde, und stammen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Für Ihren Besuch bietet San Bartolomeo damit ein klar bestimmbares Kunstwerkensemble: Die Anzahl der Statuen, das dargestellte Motiv, die Zuschreibung und die Entstehungszeit sind jeweils überliefert und machen den Kirchenraum zu einem konkreten kulturellen Bezugspunkt in Casanova.
Wege mit unterschiedlichen Ausgangspunkten
Der Rundweg Morrona–Casanova ist eine leichte Strecke von 2 km. Er kann mit dem Mountainbike, zu Fuß oder zu Pferd genutzt werden. Die Route ist damit nicht auf eine einzige Fortbewegungsart festgelegt und lässt sich als überschaubare Verbindung zwischen den beiden genannten Orten betrachten. Wer bei der Erkundung lieber einer klar bezeichneten Ortsfolge folgt, findet mit dem Sentiero Nr. 453 eine weitere Möglichkeit: Er führt von Stibbiolo über den Lago di Cuccheri nach Casanova.
Der Sentiero Nr. 454 beschreibt einen anderen Zugang zum Borgo di Casanova. Nach einem etwa 200 m langen Abschnitt entlang der Provinzstraße erreicht der Weg den Borgo. Diese Angabe gehört zur konkreten Wegbeschreibung und unterscheidet die Route vom Rundweg Morrona–Casanova sowie vom Sentiero Nr. 453. Für Ihre Orientierung bleiben damit nicht nur die Zielorte, sondern auch der jeweilige Verlauf der benannten Wege nachvollziehbar.
Landschaftlicher Bezug
Zum Landschaftsbild von Casanova gehört außerdem das Weingut Podere La Chiesa, das das Tal von Casanova überblickt. Der Talblick des Weinguts ergänzt die kulturhistorischen Bezüge um eine landschaftliche Perspektive. Zusammen mit den Wegen entsteht ein Ortsbild, in dem Kirche, ehemalige Burg, Talraum und benannte Routen nebeneinanderstehen, ohne dass Casanova auf nur ein einzelnes Ausflugsziel reduziert werden muss.
Wenn Sie Ihre Recherche auf weitere Orte ausweiten möchten, können Sie außerdem Soiana (Soiana) erkunden.
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