Montecatini Val Di Cecina: Kultur, Bergbau und Landschaft
Zwischen mittelalterlichem Zentrum und Bergbaugeschichte
Montecatini Val Di Cecina verbindet ein historisches Zentrum mit eindrucksvollen Zeugnissen des Bergbaus und Wegen durch eine zunehmend raue Landschaft. Wenn Sie Kultur, Geschichte und aktive Tage miteinander verbinden möchten, finden Sie hier unterschiedliche Schwerpunkte, die sich klar voneinander unterscheiden: Piazza Garibaldi und die historischen Gebäude im Ort, La Miniera mit ihren bergbaulichen Anlagen sowie der Poggio alla Croce und die Radroute zwischen Volterra und Montecatini Val di Cecina.Kunst und Architektur im Ort
Auf der Piazza Garibaldi im historischen Zentrum stehen die romanische Kirche San Biagio und der Palazzo Pretorio aus dem 14. Jahrhundert. Die Kirche San Biagio wurde um 1356 unter der Leitung von Ugolino Guducci und Ciullo Barletti errichtet und 1361 geweiht. Im Inneren befinden sich zwei Marmorengel, die Mino da Fiesole zugeschrieben werden, sowie zwei Terrakottastatuen von Della Robbia. Sie stellen San Biagio und San Sebastiano dar. Die Torre dei Belforti ist fast 30 Meter hoch, ihre Mauern sind an der Basis 3,20 Meter breit. Im unteren Bereich gliedern waagerechte Bänder aus weißem Alberese-Kalkstein das Mauerwerk. Zwei quer durch die Mauern geführte Öffnungen sind unterschiedlich ausgerichtet: Eine zeigt auf den Mastio di Volterra, die andere auf die Rocca Sillina. Der Palazzo Pretorio beherbergt das Dokumentationszentrum des Museo delle Miniere. Es widmet sich den Ressourcen und Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Untergrund im Alta Val di Cecina und befindet sich im historischen Zentrum. Damit liegt ein zentraler Teil der örtlichen Bergbaugeschichte unmittelbar im historischen Ortsgefüge.Die Mine von Caporciano und La Miniera
Die Mine von Caporciano wurde 1827 eröffnet, nachdem in dem Gebiet nahe dem Schloss südwestlich von Montecatini sporadische Kupferaufschlüsse gemeldet worden waren. In La Miniera befinden sich der Zugang zu den Galerien, die Verwaltungsgebäude und der Pozzo Alfredo. Im Museo delle Miniere führt das Bergbauerlebnis vom ersten Förderschacht aus dem 19. Jahrhundert zum Pozzo Alfredo. Dessen Schacht ist 320 Meter tief. Zum Erlebnis gehört außerdem die Erkundung eines Teils der Hauptgalerie, die auch „pancia della balena“ genannt wird. Von der Bergbaufläche führt ein ausgestatteter Weg zur Staumauer Il Muraglione. Diese verschiedenen Orte zeigen die Bergbaugeschichte nicht nur als einzelnes Gebäude, sondern in ihren Anlagen, Schächten und unterirdischen Bereichen.Radroute und Spazierweg mit Aussicht
Für einen aktiveren Tag steht die Rundradroute „Etruschi e miniere tra Volterra e Montecatini Val di Cecina“ im Mittelpunkt. Sie verbindet Volterra und Montecatini Val di Cecina und führt durch Hügellandschaften, wilde Erosionsrinnen und Balze. In Richtung Montecatini verläuft sie durch felsiges, steiles Gelände. Die Route erreicht Montecatini Val di Cecina nach einem anspruchsvollen Anstieg mit Serpentinen und Panoramablicken in zunehmend rauem und felsigem Gelände. Der Spazierweg zum Poggio alla Croce beginnt im mittelalterlichen Zentrum von Montecatini, führt zum Oratorium Santa Barbara und erreicht den Gipfel mit dem von den Bergleuten errichteten Eisenkreuz. Vom Poggio alla Croce reicht der Ausblick über das Meer und die Volterra zugewandte Seite bis in das obere Cecina-Tal. So ergänzt der Weg die historischen Orte um eine Landschaftsperspektive, während die Radroute eine deutlich anspruchsvollere Verbindung durch das Gelände beschreibt. Wenn Sie weitere Ortsseiten erkunden möchten, finden Sie außerdem Sassa, Querceto und Ponteginori.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pisa.
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