Magliano

Magliano verbindet eine markante Berglage mit konkreten Wanderbezügen und einer vielschichtigen Ortsgeschichte. Der Ort liegt am Fuß des Monte Tea und zwischen den Quellen der Flüsse Aulella und Serchio di Soraggio. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, das sich nicht nur über Landschaft, sondern auch über Wege, Sakralbauten, Erinnerungsorte und historische Spuren erschließt. Die Gemeinde Sillano Giuncugnano erstreckt sich zwischen dem Parco Nazionale dell’Appennino Tosco-Emiliano und dem Parco dell’Orecchiella und lädt zum Wandern und Trekking in der Natur ein.

Wanderrouten mit unterschiedlichen Ausgangspunkten

Ein besonders anschaulicher Zugang zu Magliano ist PasseggianMangiando. Die Veranstaltung erreichte 2025 ihre fünfte Ausgabe. Die damalige Route war ein etwa 17 Kilometer langer Rundweg mit Start und Ziel in Magliano und führte am alten Mulino di Magliano vorbei. 2026 erreichte PasseggianMangiando seine sechste Ausgabe. Die Wanderung dieses Jahres verlief als etwa 13 Kilometer langer Rundweg mit Start und Ziel an der Colonia di Magliano und führte unter anderem zum Oratorio della Madonna di Loreto. Entlang der Route gab es sechs Verpflegungsstellen. Die beiden Jahresrouten bieten damit konkrete, voneinander zu unterscheidende Streckenbezüge: 2025 begann und endete die Runde im Ort, 2026 lag der Ausgangspunkt an der Colonia di Magliano. Auch andere Routen nennen Magliano als Ziel oder Wegpunkt. Auf der Route Monte Tondo führt der Weg am Mulino di Magliano vorbei; die frühere Mühle wurde kürzlich zu einem Wohnhaus umgebaut. Auf der Route Argegna e Tea führt ein Abstieg nach links in etwa zehn Minuten nach Magliano.

Ortsbild zwischen Gassen und früherer Festung

Eine Routenbeschreibung von Fivizzano nach Castelnuovo in Garfagnana charakterisiert Magliano als Bergweiler mit engen gepflasterten Gassen, dicht aneinanderstehenden Häusern und Sandsteinportalen. Gerade diese Beschreibung lenkt den Blick auf die baulichen Details des Ortes. Im oberen Teil von Magliano befand sich im Mittelalter eine Festung. Erstmals ist Magliano in einem Testament aus dem Jahr 793 belegt.

Sant’Andrea und die religiöse Geschichte

Die Chiesa di Sant’Andrea Apostolo wird dem 12. Jahrhundert zugerechnet und besitzt als sakraler Ort historische und religiöse Bedeutung. In ihrem Inneren bewahrt sie ein Holzaltarbild aus dem 14. Jahrhundert sowie mehrere Reliquien von Heiligen. Das Gewölbegemälde von 1739 stammt von Giuseppe Morelli aus Gragnola und zeigt das Martyrium des heiligen Andreas. Die Pfarrkirche Sant’Andrea in Magliano wurde nach den Schäden durch das Erdbeben vom 21. Juni 2013 wieder für Gottesdienste geöffnet. Damit gehört neben dem hohen Alter des Bauwerks auch seine jüngere Geschichte zum Besuchsbild. Ergänzt wird der kulturelle Rundgang durch das Monumento ai Caduti di Magliano, das an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die zivilen Opfer des Zweiten Weltkriegs erinnert.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Giuncugnano.

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