Civitella-Paganico: Geschichte, Hügelblick und lokale Feste

Civitella Marittima liegt auf einem Hügel mit Blick auf die umliegende Landschaft und den Monte Amiata. Zu diesem Landschaftserlebnis kommen eine klar erkennbare Ortsgeschichte, sakrale Kunst und eine lokale Festtradition hinzu. So lässt sich der Aufenthalt mit Kultur, Geschichte und einer toskanischen Radroute verbinden. Die Ortsgeschichte tritt an konkreten Bauwerken und einer lokalen Überlieferung hervor.

Kirche, Mauern und Spuren der Ortsgeschichte

Die Kirche Santa Maria in Montibus ist das wichtigste sakrale Gebäude des Ortes und wurde erstmals 1143 urkundlich erwähnt. Im Inneren befindet sich eine Tafel aus dem 16. Jahrhundert, auf der die Heiligen Ansano, Fabiano und Sebastiano dargestellt sind. Die Tafel gehört damit zu einer späteren Zeitschicht als die urkundliche Erwähnung von 1143. Für einen kulturellen Rundgang bietet die Kirche damit sowohl einen historischen Bezug als auch ein konkretes Kunstwerk. Auch die Befestigung gehört zum Ortsbild. Die Mauern von Civitella Marittima wurden auf Veranlassung der Ardenghesken zu Beginn des 12. Jahrhunderts errichtet. Entlang dieser Mauern liegt mit Porta Piccina ein teilweise erhaltenes ursprüngliches Zugangstor. Die als „Scale Sante“ bekannte antike Treppe ist wiederum mit einer lokalen Überlieferung verbunden: Der Legende nach erschien dort während einer verheerenden Pestepidemie die Schutzheiligen Fabiano und Sebastiano. Weitere historische Akzente setzt der Palazzo Pecci, der aus dem 16. Jahrhundert stammt. Kirche, Mauern und Palazzo stehen dabei für unterschiedliche historische Schichten des heutigen Ortsbilds. Die heutige Siedlung Civitella Marittima entstand etwa um das Jahr 1000; zuvor war das Gebiet von einer etruskischen Siedlung besetzt. Diese zeitliche Tiefe reicht damit von der etruskischen Vorgeschichte über die Entstehung der heutigen Siedlung bis zu den Bauwerken der späteren Jahrhunderte.

Radroute mit markantem Schlussanstieg

Auch für eine aktive Tagesgestaltung gibt es einen konkret beschriebenen Ansatz. Die Radroute „Civitella Paganico und die Strada Leopoldina“ erreicht Civitella Marittima über einen letzten Anstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 7 Prozent. Wer diese Route in die Reiseplanung aufnimmt, kennt damit eine wichtige Eigenschaft des beschriebenen Streckenabschnitts: Der Zugang zum Ort endet nicht eben, sondern mit einem deutlichen Anstieg.

Festa del Buco Unto im November

Eine andere Seite des Ortes zeigt die Festa del Buco Unto. Sie findet jedes Jahr am zweiten Novemberwochenende statt und würdigt die lokalen Produkte Vino Novello und Olio nuovo. Vino Novello und Olio nuovo geben dem Novemberfest einen klaren Bezug zu Wein und Öl aus der Region. Zugleich bleibt die Veranstaltung eng mit den regionalen Erzeugnissen verbunden, statt nur als allgemeines Dorffest beschrieben zu werden. Für die weitere Orientierung können Sie außerdem Monte Antico, Pari, Paganico und Casale Di Pari entdecken.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Grosseto.

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