Bagnaia: Bucht, Strand und historische Wege

Bagnaia verbindet eine geschützte Bucht, maritime Geschichte und Wege zu besonderen Kulturstätten. Der Ort liegt an der gleichnamigen Bucht, die im Süden von Punta Pina und im Norden von Punta degli Scarpellini geschützt wird. Der Fosso di Bagnaia durchquert den Ort, nachdem er vom Monte Volterraio herabgeflossen ist. An der Baia di Bagnaia erstreckt sich ein etwa 300 Meter langer Strand mit Sand und Kieselsteinen; der Meeresboden besteht aus feinem Kies. Damit treffen an einem Ort Küstenlandschaft, Wasser und historische Spuren aufeinander.

Küste, Wege und Landschaft

Wenn Sie Ihren Aufenthalt mit Bewegung verbinden möchten, bietet das Fuß- und Radwegenetz den kürzeren Nord-Süd-Übergang Bagnaia–Porto Azzurro. Für die Unterwasserwelt Elbas ist Bagnaia außerdem ein Ausgangspunkt zum Schnorcheln. Einen weiten Blick eröffnet der Gipfel des Monte Capannello: Von dort reicht der 360-Grad-Blick über das Tal von Bagnaia in Richtung Fortezza del Volterraio. Eine botanische Ergänzung bildet der nahe gelegene L’Orto dei Semplici. Der Garten erstreckt sich auf einem etwa einen Hektar großen Gelände nahe dem Eremo di Santa Caterina und entstand 1997 als Studienort für die Pflanzenvielfalt Elbas und der anderen Inseln des Toskanischen Archipels. Die Informationstafeln erläutern die gesammelten Pflanzen, ihre Besonderheiten sowie ihre traditionellen medizinischen und kulinarischen Anwendungen. So lässt sich der Besuch nicht nur über die Landschaft, sondern auch über die Nutzung und Geschichte der Pflanzen erschließen.

Festung und Eremo di Santa Caterina

Die nahe gelegene Fortezza del Volterraio wurde von der Parkverwaltung restauriert und ist heute wieder besuchbar. Sie steht auf 395 Metern über dem Meeresspiegel in einer felsigen Lage mit Panoramablick. Der Besuch folgt dabei einem klar bestimmten Format: Geführte Besichtigungen umfassen Trekking und den Eintritt in die Festung, eine vorherige Reservierung ist erforderlich. Wenn Sie diesen Ausflug einplanen, gehört die Reservierung daher zum Besuchsablauf. Auch das nahe gelegene Eremo di Santa Caterina führt durch mehrere historische Zeitschichten. Es geht wahrscheinlich auf die Romanik zurück und wurde 1634 erweitert und umgestaltet. Zugleich entstand es auf den Überresten einer von den Phöniziern im 6. Jahrhundert v. Chr. errichteten Höhenfestung. Traditionell wird am Eremo jedes Jahr am Montag nach Ostern ein Fest gefeiert. Vom CEA „Franco Franchini“ starten außerdem geführte Ausflüge entlang der Wege in der näheren Umgebung.

Maritime und architektonische Geschichte

Bagnaia besitzt auch eine Geschichte, die eng mit Hafen, Schiffbau und staatlicher Planung verbunden ist. Zwischen 1742 und 1746 ließ Großherzog Francesco II. von Lothringen in Bagnaia Salinen anlegen. 1752 ließ er dort außerdem einen Hafen zum Stationieren der großherzoglichen Flotte bauen. Eine jüngere maritime Spur ist die 1946 von Giuseppe Cacciò gegründete Werft Cantiere Elba. Dort wurden unter anderem die Holzschiffe Elba Ia und Bagnaia gebaut. Eine weitere, deutlich jüngere Zeitschicht bildet der Wohnkomplex Complesso Residenziale Sant'Anna in Bagnaia. Er entstand zwischen 1974 und 1991 nach Entwürfen der maßgeblichen Architekten Roberto Gabetti und Aimaro Isola. Für Kulturinteressierte erweitert das Museo archeologico del Distretto minerario di Rio nell’Elba den Blick auf die Region: Es zeigt archäologische Funde von der Insel Elba. Für Ihre weitere Suche können Sie außerdem [Schiopparello](Schiopparello), [Campo Ai Peri](Campo Ai Peri), [Scaglieri](Scaglieri), [San Giovanni](San Giovanni) und [Magazzini](Magazzini) erkunden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Portoferraio.

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