Fighine – Burganlage, Kirche und Sentiero Le Fighine

Fighine verbindet eine klar erkennbare Befestigungsanlage mit einer bemerkenswert ausgestatteten Kirche. Wenn Sie bei der Wahl Ihres Aufenthaltsortes Wert auf Geschichte, Architektur und überschaubare Wege legen, bietet der Ort mehrere konkrete Anknüpfungspunkte: die heutige Kernburg des Castello di Fighine, die Chiesa di San Michele Arcangelo und den Sentiero Le Fighine.

Castello di Fighine und seine Baugestalt

Die heutige Kernburg des Castello di Fighine bewahrt eine viereckige Form mit drei Ecktürmen. Besonders auffällig ist der deutlich höhere quadratische Turm Torre Vecchia. Die Verteidigungsmauern sind etwa 1,5 Meter dick und werden von kleinen Rundtürmen unterbrochen. Damit lässt sich die Anlage nicht nur über ihren Namen, sondern auch über ihre erhaltene Struktur lesen: Die viereckige Grundform, die unterschiedlich gestalteten Türme und die starke Umfassungsmauer bilden jeweils eigene architektonische Merkmale. Auch die schriftliche Überlieferung reicht weit zurück. Fighine wurde erstmals im Zusammenhang mit der Pieve di Santa Maria de Fighine im Placitum von 1058 erwähnt. Das Castello di Fighine wird außerdem in einem Edikt von 1266 genannt, mit dem Kaiser Friedrich von Schwaben es dem Viscount von Campiglia überließ. Diese beiden Daten geben der Besichtigung einen klaren historischen Rahmen, ohne die heutige Anlage mit einer einzelnen Epoche gleichzusetzen.

Chiesa di San Michele Arcangelo: Kirche innerhalb der Befestigung

Die Chiesa di San Michele Arcangelo nutzt einen der Türme der Befestigungsanlage als Apsis. Gerade diese Verbindung macht den Kirchenbau zu einem eigenständigen Bestandteil der Festungsstruktur. Im Inneren besitzt die Kirche ein einschiffiges Langhaus, ein Sparrendach und einen Terrakottaboden. Zur Ausstattung gehört hinter dem Hauptaltar ein Gemälde des heiligen Michael von Bonichi aus Lucignano aus dem Jahr 1750. Darüber hinaus befinden sich in der Kirche Gemälde mit Darstellungen von Heiligen aus der umbrischen Schule von Orvieto und der florentinischen Schule. Wer sich für regionale Kunst und sakrale Räume interessiert, findet hier deshalb mehrere unterschiedliche Bezugspunkte: die Einbindung der Kirche in die Befestigung, die schlichte Bauform und die Gemälde verschiedener künstlerischer Schulen.

Orientierung beim Besuch von Fighine

Besucher können in der Nähe der Santa Maria delle Grazie außerhalb der Mauern von Fighine parken und bergauf zum Haupteingang gehen. Innerhalb der Mauern führen kleine Gassen und Treppen zur Chiesa di San Michele Arcangelo. Für die Besichtigung ist damit ein klarer Ablauf beschrieben: vom Parkplatz außerhalb der Mauern zum Eingang und anschließend durch die Gassen und Treppen weiter zur Kirche. Die Wege innerhalb der Befestigung gehören dabei unmittelbar zum Ortsbild. Sie führen nicht als breite, geradlinige Verbindung durch Fighine, sondern über kleine Gassen und Treppen. Wer mit unterschiedlichen Interessen unterwegs ist, kann den Besuch dadurch in zwei Schwerpunkte teilen: zunächst die äußere Anlage mit Mauern und Türmen, danach die Kirche mit ihrer Architektur und Ausstattung.

Sentiero Le Fighine und Croce di Fighine

Ein weiterer Bezugspunkt für einen Aufenthalt ist der Sentiero Le Fighine. Der Weg beginnt an einem Parkplatz knapp außerhalb des historischen Zentrums von San Casciano dei Bagni. Auf dem Sentiero Le Fighine steht die Croce di Fighine, ein hölzernes Kreuz in einem Kiefernwald. Damit ergänzt der Weg die architektonischen Eindrücke von Fighine um einen Abschnitt durch einen eindeutig benannten Waldstandort. Für die weitere Orientierung innerhalb des übergeordneten Ziels können Sie auch Celle Sul Rigo und Palazzone einbeziehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: San Casciano Dei Bagni.

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