Vivo D'orcia zwischen Eremo, Wasserwegen und Wald
Vivo d'orcia zeigt die Toskana auf engem Raum als Verbindung von Wasser, Wald und Geschichte. Wenn Sie für Ihre Reise nicht nur ein einzelnes Bauwerk, sondern unterschiedliche Eindrücke zwischen Kultur und Landschaft suchen, finden Sie hier mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte: das Eremo, den Palazzo Cervini, historische Wege am Torrente Vivo und Waldgebiete mit bemerkenswerten alten Bäumen.
Geschichte zwischen Eremo und Palazzo Cervini
Das Eremo wurde auf den Ruinen eines Kamaldulenserklosters errichtet, das San Romualdo gründete. Einen anderen historischen Akzent setzt der Palazzo Cervini: Er wurde nach einem Entwurf des Florentiner Architekten Antonio da Sangallo des Jüngeren umgestaltet. Sein Zugang erfolgt über eine Steinbrücke, unter der der Torrente Vivo fließt. Dadurch gehört bereits der Weg zum Palazzo zu den dokumentierten Besonderheiten des Ortes. Nahe den Quellen am Weg liegt das kleine Oratorium San Benedetto, das als Ermicciolo bezeichnet wird. Die Kirche besitzt eine schlichte romanische Architektur mit einem einzigen Schiff und einer halbkreisförmigen Apsis. Wenige Schritte entfernt stehen die Anlagen alter Kastanientrockner. So begegnen Ihnen an einem begrenzten Bereich sakrale Architektur und Spuren früherer landwirtschaftlicher Nutzung, ohne dass diese Orte zu einem einheitlichen Bauwerk zusammengefasst werden müssen. Auch das Museo dell’Acqua erweitert den kulturellen Blick auf das Wasser. Die Ausstellung umfasst Fotografien, Projektionen, Multimedia-Tafeln, Exponate und Materialien, die bei der Instandhaltung des Aquädukts verwendet wurden. Eine lebendige lokale Tradition ist der Palio del Boscaiolo, ein Geschicklichkeitswettbewerb, der vom alten Beruf des Holzfällers inspiriert ist und im mittelalterlichen Borgo dell’Eremo ausgetragen wird.Wasserwege und Waldlandschaften
Am Rand des Ortszentrums von Vivo d’Orcia liegt am Torrente Vivo ein Waldgebiet mit Weißtannen (Abies alba). Es gehört zu den wenigen verbliebenen autochthonen Beständen dieser Art in der Toskana. Zur natürlichen Seite des Ortes gehören außerdem die Faggeta a Vivo d’Orcia mit zahlreichen jahrhundertealten Bäumen und der „Faggione“. Dieser über hundert Jahre alte Baum steht am Straßenrand der Straße, die von Vivo zum Rifugio di Capo Vetra führt. Für eine längere Wegstrecke ist der Anello dell’Ermicciolo e Capovetra im Parco del Vivo interessant. Der Spazierweg ist etwa 10 Kilometer lang. Er kann im Borgo von Vivo d’Orcia oder an einem ausgewiesenen Parkplatz beginnen, der an der Straße nach Seggiano etwa einen Kilometer vom Ortszentrum entfernt liegt. Unterwegs führt der Anello an den Ruinen einer alten Wassersägemühle und an den Wasserkanälen der „Gorina“ vorbei. Ein kleiner Wasserfall mündet im Laghetto dello Scodellino. Der Sentiero dell’acqua setzt einen anderen Schwerpunkt: Er beginnt im Zentrum von Vivo d’Orcia und folgt dem Torrente Vivo in Richtung Ermicciolo. An seinem Verlauf liegen Spuren historischer wasserbetriebener Sägewerke, Eisenhütten und Mühlen. Eine der beiden Quellen des Monte Amiata liegt im Parco dell’Ermicciolo in Vivo d’Orcia. Über den Platz gelangt man in eine etwas mehr als 80 Meter lange Galerie, in der Besucher direkten Kontakt mit dem aus dem Fels austretenden Wasser haben. Dieser Ort ergänzt die Wege am Torrente Vivo um einen konzentrierten Einblick in den Ursprung des Wassers. Für weitere Entdeckungen können Sie auch Bagni San Filippo und Campiglia D'orcia einbeziehen.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Castiglione D'orcia.
Unterkünfte in Vivo D'orcia vergleichen
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com