Monteguidi – Kunst, Geschichte und Landschaft in der Toskana
Monteguidi verbindet ein klar erkennbares historisches Ortsbild mit Kunst, Literatur und Radrouten durch die toskanische Landschaft. Entlang der zentralen Straße sind noch zwei mittelalterliche Türme zu sehen; einer davon ist an die Pfarrkirche angebaut. Der Ort ist direkt von der Straßenebene aus und ohne architektonische Barrieren zugänglich. So richtet sich der erste Rundgang nicht nur auf einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern auf die gewachsene Struktur des Ortes.
Kirchen und Kunst im historischen Ortsbild
Die Pfarrkirche Chiesa dei Santi Andrea e Lorenzo ist ein bedeutendes Element von Monteguidi, zeigt sich heute jedoch in einer gegenüber ihrer ursprünglichen Gestalt stark veränderten Form. Die beiden Kirchen wurden später zu einem einzigen Gebäude mit der Doppeldedikation der Heiligen Andrea und Lorenzo vereinigt. In der Pfarrkirche befindet sich La Madonna del Rosario, ein bedeutendes Gemälde von Alessandro Casolani, das auf den Beginn der 1590er-Jahre datiert wird. Ein weiterer Sakralbau von Monteguidi nahe dem Südtor bewahrt die Visitazione des sienesischen Malers Marco Bigio aus dem 16. Jahrhundert. Das Werk stammt vom Altar der Compagnia della Visitazione. In der Chiesa della Visitazione wird außerdem ein Gemälde Sodoma zugeschrieben. Damit liegen in Monteguidi mehrere unterschiedliche kunsthistorische Hinweise eng mit dem religiösen Erbe des Ortes verbunden, ohne dass die heutige Gestalt der Kirchen mit ihrem ursprünglichen Zustand gleichgesetzt werden sollte.Literatur, Maler und lokale Geschichte
Monteguidi besitzt auch eine literarische Verbindung zu Carlo Cassolas Roman La ragazza di Bube. Die Figur Mara stammt aus Monteguidi; auf den Roman folgte 1963 eine Verfilmung mit Claudia Cardinale. Eine weitere biografische Spur führt zu dem Maler Augusto Bastianini, der 1875 in Monteguidi geboren wurde. Seine Familie besaß in der Via Cavour einen Palast, der später der Gemeinde geschenkt wurde. Zur historischen Einordnung gehört außerdem die Beziehung zum Palio di Casole: Monteguidi zählte zu den landwirtschaftlichen Gütern, die bei diesem Ereignis vertreten waren. Historisch endeten die Feierlichkeiten des Palio di Casole jährlich mit einem Pferderennen zu Ehren des heiligen Isidor.Monteguidi auf zwei Radrouten
Für eine aktive Erkundung lässt sich Monteguidi aus unterschiedlichen Richtungen betrachten. Die Radrundfahrt La Via del Mare erreicht den Ort, nachdem sie Casole d'Elsa passiert hat. Der Zugang nach Monteguidi auf dieser Route bietet Panoramablicke. Eine andere Perspektive eröffnet La via dei Vescovi: Ihre Etappe führt von Radicondoli nach Casole d'Elsa und erreicht dabei Monteguidi. Von hier verläuft die Route über die antike Straße von Fontegaia durch landwirtschaftlich geprägte Landschaften und Weideflächen. Damit stehen bei der Ortswahl nicht nur Kunst und Geschichte im Mittelpunkt, sondern auch der Kontrast zwischen dem kompakten historischen Kern und den Landschaften, die sich auf den Radrouten außerhalb des Ortes zeigen. Weitere Ziele dieser Übersicht sind Lucciana Lucciana, San Chimento San Chimento, Maggiano Maggiano und Pievescola Pievescola.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Casole D'elsa.
Unterkünfte in Monteguidi vergleichen
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com