San Romano: Santuario, Krippe und Torre Giulia

San Romano verbindet religiöse Traditionen mit sichtbaren Spuren seiner Geschichte. Im oberen Teil des Ortes liegt das Santuario della Madonna di San Romano. Die Torre Giulia und weitere Überreste erinnern an die Schlacht von San Romano. Im Ort begegnen sich sakrale Kunst, gelebte Festtraditionen und ein kunsthistorischer Bezug zu Florenz.

Das Santuario und die Tradition der Krippe

Das Santuario della Madonna di San Romano ist mit einer besonderen franziskanischen Krippentradition verbunden. Die künstlerische Krippe besteht dort seit 1922. Seit 1995 wird sie im Freien im Kreuzgang aufgebaut und umfasst 300 Quadratmeter. Ihre Gestalter verändern die Krippendarstellung jedes Jahr. Dadurch bleibt die Tradition über die Jahreszahlen hinweg mit einer jeweils neuen künstlerischen Gestaltung verbunden. Auch der Festkalender des Ortes steht in engem Zusammenhang mit dem Santuario. Das feierliche Fest zur Geburt Mariens findet jedes Jahr am 8. September statt. Die vorausgehenden Feierlichkeiten beginnen bereits Ende August. Zu ihnen gehört eine feierliche Prozession, die durch die Hauptstraßen von San Romano zieht. Das Fest verbindet den religiösen Mittelpunkt des Ortes mit dem öffentlichen Raum und einem festen Termin im Jahreslauf.

Torre Giulia und die Schlacht von San Romano

Die Torre Giulia wurde 1391 von Giovanni Acuto erbaut. Am Ort der Schlacht von San Romano sind neben der Torre Giulia auch einige Ruinen und der Sockel des mittelalterlichen Turms noch sichtbar. Die erhaltenen Bauteile gehören damit unmittelbar zu jenem historischen Schauplatz, der mit der Schlacht verbunden ist. Torre, Ruinen und Turmsockel bilden zusammen ein Ensemble sichtbarer Zeugnisse aus der Geschichte des Ortes. Die Schlacht ist außerdem mit einem bedeutenden Werk der italienischen Kunstgeschichte verbunden. Das Gemälde zur Schlacht von San Romano in den Uffizien bildet die zentrale Episode der erzählerischen Bildfolge. Der Bezug reicht damit von den sichtbaren Spuren in San Romano bis zu einem Werk in einer Florentiner Museumssammlung. Im Santuario befindet sich zudem ein Gemälde des Franziskaners Antonio Jerone, das 1945 als Ex voto gestiftet wurde. Ein Ex voto ist ein religiös gestiftetes Bild; das Werk verbindet den Sakralraum mit einem konkreten Zeugnis aus dem 20. Jahrhundert.

Santuario und Giardini Poggio Sole

Das Santuario della Madonna di San Romano befindet sich im oberen Teil von San Romano. Die Giardini „Poggio Sole“ liegen in der Via Friuli. Zusammen mit der Torre Giulia, den Ruinen am Ort der Schlacht und dem Santuario sind damit mehrere benannte Punkte über den Ort verteilt. San Romano zeigt seine religiöse Geschichte, seine mittelalterlichen Spuren und seine Verbindung zur Kunstgeschichte an unterschiedlichen Schauplätzen.

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